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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Ermittlungen wegen verbauter Rohre

In Bielefeld könnten in den Jahren 2002 bis 2010 in städtischen Gebäuden gesundheitsgefährdende Rohrleitungen verbaut worden sein. Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt wegen diesem Vorwurf gegen den ehemaligen Leiter des Bielefelder Immobilien Service Betrieb. Er steht im Verdacht gegen die Trinkwasserverordnung verstoßen zu haben. Nach seiner Anstellung in Bielefeld wechselte er nach Bonn und war dort in ähnlicher Funktion tätig. 2006 fiel auf, dass eine von ihm selbst mitentwickelte Oxidationsanlage quasi als Nebenprodukt krebserregende Trihalogenmethane produzierte. Die gleichen Anlagen wurden zuvor auf seine Empfehlung 18 Mal in Bielefelder Gebäuden eingesetzt. Vor allem in Sporthallen und Kindertagesstätten sollten sie eigentlich Legionella Bakterien verbrennen. In Bonn wirft die Staatsanwaltschaft dem ehemaligen Bielefelder ISB-Leiter vor, von der Krebsgefahr gewusst zu haben. Alle betroffenen Anlagen wurden in Bielefeld bis 2010 wieder entfernt.