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Fall Lügde: Anklage gegen dritten Beschuldigten raus

Der dritte Beschuldigte im Fall Lügde soll eine größere Rolle spielen, als bisher gedacht. Laut verschiedenen Medien soll sich der 34-jährige über 20 Jahre an Kindern vergangen haben. Jetzt hat das Landgericht Detmold auch die dritte Anklage durch die Staatsanwaltschaft veröffentlicht. War zunächst von Beihilfe die Rede, gaben Kinder nach der Festnahme des Mannes an, auch von ihm missbraucht worden zu sein. Laut Gericht geht es um 162 Taten an 17 Kindern. Die Anklage muss jetzt noch zur Hauptverhandlung zugelassen werden. Außerdem wurde gegen den ursprünglich Hauptbeschuldigten ein neuer Haftbefehl erlassen. Auch die Vorwürfe gegen ihn wurden konkretisiert.  Die Staatsanwaltschaft wirft dem Dauercamper vor, dass er auch Kontakte zum Kinderschutzbund und zu Flüchtlingsfamilien unterhielt. Insgesamt soll der 56-Jährige in 293 Fällen mindestens 22 Mädchen im Alter zwischen vier und zwölf Jahren vergewaltigt haben. Die tatsächliche Opferzahl liegt aber vermutlich weit höher.