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Justizpanne bleibt folgenlos

Eine Justizpanne am Bielefelder Landgericht bleibt zunächst folgenlos. Fast wäre ein mutmaßlicher Sexual-Täter aus der Untersuchungshaft entlassen worden, weil unterschiedliche Anklageschriften vorlagen. Die Strafkammer hat sich jetzt aber dagegen entschieden. Beim Prozessbeginn stellten die Juristen am Montag fest, dass es unterschiedliche Anklageschriften gibt. Das Verfahren musste deshalb ausgesetzt werden. Das Problem: der mutmaßliche Täter sitzt schon seit sechs Monaten in Untersuchungshaft. Innerhalb eines halben Jahres muss aber eigentlich der Termin für den Strafprozess beginnen, sonst können Tatverdächtige wieder freigelassen werden. Wie die Strafkammer jetzt aber entschieden hat, bleibt der 24-jährige Bielefelder wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor in die Wohnung einer Frau in Bielefeld eingestiegen zu sein und sie sexuell genötigt zu haben. Am 5. November soll der Prozess jetzt ganz pannenfrei starten.