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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Lügde-Urteil: Revisionsantrag und Kritik

Die Staatsanwaltschaft Detmold hat nach dem ersten Lügde-Urteil einen Antrag auf Revision gestellt.  Das hat eine Sprecherin am Nachmittag bestätigt. Das Detmolder Landgericht hatte gestern Abend einen 49jährigen Mann aus Stade wegen Anstiftung und Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch nur zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. NRW-Familienminister Stamp hatte darauf heute mit Kritik reagiert. Das Strafrecht reiche hier nicht aus, sagte der FDP-Politiker. Es könne nicht sein, dass es bei einem  solchen Vergehen, was Leben zerstöre, eine Bewährungsstrafe geben könne. Er wolle das jedoch nicht als Gerichtsschelte verstanden wissen, sagte Stamp ausdrücklich. Auch der Deutsche Kinderschutzbund kritisiert die Entscheidung der Richter. Es stelle sich die Frage, ob das Urteil wirklich abschreckend genug ist, so die Geschäftsführerin. Der 49-jährige Mann hatte u.a. zugegeben per Webcam bei Taten des sexuellen Missbrauchs zugesehen und dazu angestiftet zu haben.