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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Mindestens 23 Kinder missbraucht

Das Ausmaß des Missbrauchs-Falls in Lügde ist offenbar riesig. Wie heute bei der Pressekonferenz der Ermittler herauskam, sollen über einen Zeitraum von zehn Jahren mindestens 23 Kinder teils schwer missbraucht worden sein. Es geht um über 1.000 einzelne Taten und um eine riesige Menge von Kinderpornos. Die drei Verdächtigen wurden im Dezember und Anfang Januar in Lügde und Stade festgenommen. Die Taten haben sich demnach wie bereits vermutet hauptsächlich auf einem Campingplatz in Elbrinxen abgespielt. Auslöser für die Ermittlungen war letztes Jahr der Hinweis auf den Missbrauch eines kleinen Mädchens. Bei dem Opfer handelt es sich um eine sechsjährige Freundin des Pflegekindes des Hauptverdächtigen aus Lügde. Es laufen auch Ermittlungen gegen Mitarbeiter des Jugendamtes. Die Ermittler fragen sich, wie der Mann 2016 das Sorgerecht überhaupt bekommen könnte. Er soll die Taten mit einem Mann aus Steinheim begangen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Opferzahl noch steigen wird, wenn weitere Kinder auf den scheußlichen Bildern und Videos identifiziert wurden. Die beiden Männer schweigen zu den Vorwürfen. Ein weiterer verhafteter Mann aus Stade, der die Kinderpornos gekauft haben soll, hat die Taten zum Teil eingeräumt.