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Bettina Wittemeier
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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Nebenkläger für höhere Strafen

Nach den 6 Jahren Jugendstrafe, die der Staatsanwalt im Bielefelder Hooligan-Prozess gefordert hat, haben gestern auch die Nebenkläger und die ersten Verteidiger ihre Plädoyers gehalten. Der Anwalt, der den fast zu Tode gekommen Bremer Fan vertritt, hält eine deutlich höhere Strafe für angemessen – ausgestellt nach Erwachsenen-Strafrecht. Der 20-Jährige habe es sich zum Sport gemacht, am Rande von Fußballspielen nach Schlägereien zu suchen, so auch am 5. Mai. Ein jugendtypisches Verhalten erkennt der Anwalt bei ihm nicht. Der zweite Nebenkläger-Vertreter wollte sich auf ein genaues Strafmaß für die insgesamt elf Angeklagten auch nicht festlegen. Anders als seine Vorredner plädierte der Verteidiger des mutmaßlichen Haupttäters für eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags und nicht versuchten Mordes. Dabei sollte die Strafe deutlich unter fünf Jahren liegen. Die anderen Arminia-Hooligans dürfen mit kürzeren Gefängnis- bzw. Bewährungsstrafen rechnen. Morgen gehen die Plädoyers weiter.