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Neuer Prozess im Fall "Amy"

Der Fall des vergewaltigten und getöteten Babys Amy aus Herford wird ab heute neu aufgerollt. Vor fast einem Jahr war ein 25-jährige Herforder  wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs und Totschlags zu einer Haftstrafe von 14 Jahren verurteilt worden. Jetzt muss das Landgericht Bielefeld prüfen, ob es Mord war. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hatte hat der Revision der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Bielefelder Landgerichts stattgegeben. Der 25jährige Herforder hatte die vier Monate alte Tochter seiner Freundin vergewaltigt, geschlagen, geschüttelt und zu spät den Notarzt gerufen. Das Landgericht habe in seinem Urteil von Oktober 2011 die Möglichkeit einer Tötung aus niedrigen Beweggründen nicht erkennbar geprüft, heißt es in der BGH-Entscheidung. Niedrige Beweggründe sind ein Merkmal für Mord, sollten die vorliegen, dann wäre Verurteilung des Mannes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe zwingend.