Responsive image
 
---
---
Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Nichtwähler-Studie wird veröffentlicht

Arbeitslose und Menschen mit geringer Bildung gehen in Deutschland deutlich weniger wählen als der Durchschnitt. Das ist ein Ergebnis einer Nichtwähler-Analyse der vergangenen Bundestagswahl, die die Gütersloher Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegeben hat und die heute veröffentlich wird. Die 17 Millionen Nichtwähler kommen überdurchschnittlich oft aus prekären Milieus. Je prekärer die soziale Situation in einem Stadtviertel ist, desto niedriger ist die Wahlbeteiligung. So das Fazit der Analyse. Für die Studie wurde das Wahlverhalten in 28 deutschen Großstädten und zusätzlich 640 Stimmbezirken analysiert. Diese sind repräsentativ und wurden auch für die Prognosen am Wahltag genutzt. Die soziale Spaltung betrifft sowohl die Städte als auch das Land. Noch nie war das Gefälle in der Wahlbeteiligung so groß wie bei den letzten beiden Bundestagswahlen, hieß es aus dem Vorstand der Bertelsmann-Stiftung.