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Holger Höner
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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Riesen-Tumult in Herford

Polizisten aus ganz OWL und aus dem Ruhrgebiet haben gestern in Herford geholfen Übergriffe von Jesiden auf eine Gruppe von mutmaßlichen Islamisten zu verhindern. Die Muslime sollen zuvor einen jesidischen Imbiss-Besitzer mit dem Tode bedroht haben, weil der Plakate für eine Demonstration gegen die Terrorgruppe ISIS verteilt hatte. Innerhalb weniger Stunden kamen dann bis zu 300 Jesiden aus Herford und Umgebung zusammen, um sich an den mutmaßlichen Tätern zu rächen. Mit der Hilfe der vielen Einsatzhundertschaften gelang es der Polizei Schlimmeres zu verhindern. Die mutmaßlichen Islamisten wurden außerdem gestellt und vorläufig wegen Landfriedensbruch festgenommen. Auch wenn sich die Versammlung mittlerweile aufgelöst hat, sichern Einsatzkräfte zurzeit immer noch den Bereich um den Herforder Bahnhof ab.
Zur Erklärung: Die Krawalle in Herford beziehen sich auf das Vorgehen der Terrorgruppe ISIS. Diese will im Irak und in Syrien einen Gottesstaat errichten. Die Terrorgruppe hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Städte in beiden Ländern eingenommen und tausende Menschen getötet. Vor allem im Irak sind Hunderttausende Jesiden vor den Terroristen auf der Flucht. Die Jesiden, deren Zorn sich gestern auch in Herford entladen hatte, sind eine oft verfolgte kurdische Minderheit.