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Holger Höner
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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Städtisches 4,85 Mio-Darlehen für Arminia

Jetzt steht definitiv fest über welche Art der Finanzhilfe für Arminia Bielefeld der Stadtrat heute in einer Woche entscheiden soll. Die Verwaltung hat eine Vorlage für die Ratssitzung erstellt. Die Bielefelder Beteiligungs- und Vermögensgesellschaft, eine 100 prozentige Tochter der Stadt, soll demnach ein Darlehen über 4,85 Millionen Euro gewähren. Dieses Darlehen würde über eine Bürgschaft der Stadt gesichert. Vorraussetzung dafür ist, dass durch die Bielefelder Wirtschaft und weitere Maßnahmen von Arminia selbst, die noch übrigen notwendigen Mittel bis 10,2 Millionen Euro bereitgestellt werden. Die ursprünglich von der Deutschen Fußballliga genannte Deckungslücke von 12,2 Millionen Euro ist mittlerweile um 2 Millionen Euro nach unten korrigiert worden.
In der Vorlage wird auch deutlich, welche Konsequenzen eine Insolvenz von Arminia Bielefeld für die Stadt hätte. Durch Außenstände und eine Bürgschaft würde das finanzielle Risiko 3,6 Millionen Euro betragen. Das ergab eine Abschätzung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers. Zu den 3,6 Millionen der Stadt kämen 12,3 Millionen Euro der Sparkasse, die nur teilweise abgesichert sind. Und außerdem werden Konsequenzen genannt, die nur schwer wirtschaftlich zu beziffern sind. Unter anderem gebe es keine adäquate Folgenutzung für das Stadion.
Die Verwaltungsvorlage geht noch heute Abend an die Bielefelder Ratspolitiker. Die wollen sich in der kommenden Woche erst parteiintern beraten und dann in der Sondersitzung heute in einer Woche eine endgültige Entscheidung treffen.