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Thomas Wagner
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CNR â?? Version 2

Das Programm auf der Radio Bielefeld-Bühne am Freitag

18:30 – 19:30 Mount Winslow

Den derzeit an allen Ecken präsenten Indie-Folk-Playlist-Sumpf könnte man wohl am ehesten mit den Worten “Ganz schön, aber viel hängen bleibt da nicht” beschreiben. Ein Glück, dass sich die vier Paderborner von Mount Winslow da etwas weiter ins offene Meer treiben lassen und Songs schaffen, die sich wie eine (leider noch) fiktive Zusammenarbeit von Ben Howard, den frühen Coldplay und Mogwai anhören. Mal raue, mal anschmiegsame Vocals, hallgetränkte Gitarren, markante Fills, breite Klangflächen, organische Sounddetails in jedem Winkel der Songs und ein unkonventionelles Spiel mit Rhythmus und Dynamik zeigen, dass die vier ihr Handwerk beherrschen. Variabel also wie die Natur selbst, die ihnen so am Herzen liegt.


20:00 – 21:00 Call and Response

Diese Band hat den Soul - halleluja - den Blues und den Rock! call’n’response brennt auf der Bühne ein Feuerwerk ab - und das Beste: Ihr werdet Teil der Show!
Die beiden Ladies of Soul: Vanessa Baur und Carina Schmikale ihr Gesangsfeuerwerk zünden! Dafür legen sich Ollie an der Gitarre, Carsten am Bass, Arndt an den Drums und Martin an der Orgel doppelt ins Zeug. Die Horns sorgen dabei für den Druck auf dem Kessel: Rafael (Trompete), Frank (Posaune), Christoper „conductor“ und Matthias an den Saxes. Wir sorgen für Stimmung: So lange, bis Ihr entweder nicht mehr könnt oder bis uns der Saft abgedreht wird.

Ihr wollt es doch auch: Otis Redding, Amy Winehouse, Wilson Picket, Elvis, James Brown, Aretha Franklin, B.B. King, Bruce Springsteen und sogar The Zutons ... sind bei uns!


21:30 – 22:30 Das Paradies

„Ich bin das Schlimmste, was Euch passieren kann…ich bin nur der Schimmer eines Irgendwann“. Schon die ersten Zeilen und Takte dieses Albums lassen erahnen: Das Paradies ist eine Wohlfühloase der dritten Art, ‚Goldene Zukunft’ Feelgood- Musik in schlau, die mit Erwartungen und Assoziationen 17 und 4 spielt; man weiß nicht, was das Schlimmste ist und schaut verwirrt den Melodien zu, wie sie wie Seifenblasen in einem Märchenwald aufsteigen, an den Stacheln der Zweige zerplatzen und als Holzperlen den Zwergen auf die Füße fallen. Unser aller Goldene Zukunft sieht aktuell vermutlich kaum jemand. Nicht mal eine silberne. Sievers macht dieses Lied trotzdem zum Titelstück seines Debütalbums. Und es entpuppt sich als kluge Gegenwartsbeschreibung.


23:00 – 00:00 Jaguwar

Verträumte Soundschichten überlagern sich, im – naja – Vordergrund wechseln sich männliche und weibliche Vocals oder irgendwas dazwischen ab, Effektgeräte en Masse zu Füßen der Band – schon klar, in welchem Genre wir uns bewegen. Dem ollen Shoegaze geht es allerdings blendend. Alte Helden melden sich furios nach ewigen Pausen zurück, neue Emporkömmlinge spinnen die Fäden weiter. Zu letzterer Gruppe gehören auch Jaguwar aus Berlin. Welche nach zwei EPs und diversen Erprobungen als Vorband nun mit "Ringthing" ihr Debütalbum vorlegen. Und das muss sich vor den Vorbildern kein Stück verstecken, im Gegenteil.