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Oliver Behrendt
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#mitreden: Coronakrise

Krankenhauswagen mit Aufschrift #mitreden

Unser Thema vom 24. November 2021

Corona und jetzt? Was passiert in Bielefeld?

Am 24. November galten plötzlich wieder neue Maßnahmen. Die Folge: 3G am Arbeitsplatz, 2G in der Freizeit, Homeoffice und abgesagte Veranstaltungen. Wegen zuletzt stark steigender Infektions- und Patientenzahlen entstanden neue Fragen, aber auch einige Sorgen und Hoffnungen. Wie soll es in der Situation im Spagat zwischen vollen Weihnachtsmärkten und vollen Krankenhäusern weitergehen? Wir haben mit euch darüber diskutiert.


Die diskutierten Punkte im Detail:

Die Überlastung in den Krankenhäusern hat sich unter der Woche auch in Bielefeld deutlich gemacht, als das Johanneskrankenhaus melden musste, dass planbare Operationen verschoben werden. In #mitreden hat Ronja von den Erfahrungen ihres Bruders berichtet:

Marco sieht den Grundstein für das Problem der Überlastung des Gesundheitssystems schon vor Corona gelegt. Die Privatisierung der Krankenhäuser habe den finanziellen Druck zu groß gemacht:

Ronja sieht die Impfpflicht für unausweichlich. Genau das sehen andere deutlich skeptischer. Helga beispielsweise hat sich bislang gegen die Corona-Schutzimpfung entschieden:

Während Helga für sich selbst eine Lösung als Ungeimpfte gefunden hat, sagt Steffi also, die Geimpften schützen aber eben auch die Ungeimpften. Auch Melli ist das bewusst und doch hat auch Melli sich bislang keine Impfung abgeholt. Melli hat sehr offen über ihre Beweggründe gesprochen. Sie hat Angst. Deshalb nimmt sie auch die Konsequenzen in Kauf. In #mitreden wurde Mellis Entscheidung und ihre Angst von den Teilnehmenden diskutiert. Dabei entstand eine Idee: Eine Anlaufstelle, die intensiv und transparent über die Impfung aufklärt, könnte helfen: 

Zwar hat jeder, der eine Impfung erhalten kann, Anspruch auf eine Impfberatung sowie eine Aufklärung, in der Realität der oft überlasteten Arztpraxen fällt dieses jedoch in der Regel eher kurz aus. Infos werden bei Terminvergaben schon zugemailt und sollen möglichst bereits unterschrieben zum Termin mitgebracht werden. Weitere externe Anlauf- und Beratungsstellen könnten dabei helfen zum Beispiel die Flut der Infos aus dem Netz besser einzuordnen. Auch bei der anstehenden Impfmöglichkeit für unter 12 Jährige könnte so eine Anlaufstelle vielfach nachgefragt werden. Marco jedenfalls ist skeptisch was Kinderimpfungen angeht:

Neben der befürchteten Überlastung des Gesundheitssystems und der Frage zur Impfpflicht haben wir in #mitreden auch über die neuen 2G- und 3G- Regeln und ihre Umsetzung in Bielefeld gesprochen. Genauso über die erneute Maskenpflicht in der City. Wie passen diese Maßnahmen mit einem vollen Weihnachtsmarkt und einem Black Friday zusammen? Steffi ist der Meinung, die Regeln reichen nicht aus und sie verzichtet deshalb z.B. auf den Weihnachtsmarktbesuch zu Stoßzeiten. Rainer sieht die Verantwortung bei jedem Einzelnen. Die Maßnahmen sind ihm aber zum Teil zu undifferenziert:

Geregelt ist seit dem 24.11.2021, dem Tag unserer Diskussion auch, dass Arbeitgeber den 3G Status kontrollieren müssen und, dass Ungeimpfte von den meisten gesellschaftlichen Veranstaltungen ausgeschlossen sind. Melli und Helga, die beide ungeimpft sind, wurden damit konfrontiert und haben von ihrem Umgang damit erzählt:

Bei allen einschränkenden Maßnahmen und sicher noch schwierigen Diskussionen, die uns in der Coronakrise bevorstehen, wollten wir unseren Audiochat #mitreden aber auch nicht beenden, ohne einen Ausblick in die Zukunft. Deshalb wollten wir wissen: Was glaubt ihr, wird 2022 endlich wieder ein besseres Jahr:

Wir sagen DANKE für die spannende Diskussion bei #mitreden und freuen uns schon auf das nächste Thema.