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Alleinerziehenden und ihren Kindern droht Armut

Mehr als ein Drittel aller alleinerziehenden Elternteile ist in Deutschland auf Hartz-4-Leistungen angewiesen: nämlich genau 37,6 Prozent. Damit sind die 2,3 Millionen Kinder von Alleinerziehenden fünf  Mal häufiger Empfänger von Transferleistungen als Kinder von Familien mit zwei Elternteilen. Das hat jetzt eine Studie der Gütersloher Bertelsmann-Stiftung herausgefunden. Kinderarmut sei damit in wesentlichem Maße auf die Armut von Alleinerziehenden zurückzuführen heißt es in der Studie. 89 Prozent aller Alleinerziehenden sind Frauen. Die Bertelsmann-Studie hebt die finanzielle Lücke hervor, die der so häufig ausbleibende Unterhalt schlägt. Zwar springe der Staat mit einem Vorschuss ein – aber auch nur maximal sechs Jahre lang und auch nur für Kinder unter zwölf Jahren, kritisiert die Stiftung. Das sei eine Regelung, die die Kinder überhaupt nicht im Blick habe. Auch brauche es bessere Mechanismen, um die Ansprüche auf Unterhalt durchzusetzen.