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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Am Dienstag Urteil im Doppelmordprozess

Im neu aufgerollten Gütersloher Doppelmordprozess sind jetzt vor dem Bielefelder Landgericht die Plädoyers gehalten worden.  Staatsanwalt Christoph Mackel  hat für den 30jährigen Angeklagten aus Verl vierzehn Jahre Haft wegen zweifachen Mordes gefordert.  Er geht davon aus, dass der Verler an Heiligabend 2013 ein älteres Geschwisterpaar in Gütersloh erstochen hat, vermutlich um anschließend Schmuck und Geld zu erbeuten.  DNA–Spuren am Tatort, sein Schweigen über einen Besuch in der Villa der Opfer und eine Aussage eines Mithäftlings belasten  den Angeklagten. Sein Verteidiger hat erneut Freispruch für seinen Mandanten gefordert, der weiterhin die Tat bestreitet. Es gebe kein klares Motiv. Die Indizien seien für eine Verurteilung nicht ausreichend, so der Verteidiger. Das Urteil wird nun am Dienstagnachmittag gesprochen. Im ersten Prozess war der Installateur wegen zweifachen Totschlags zu vierzehn Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hatte dann aber das Urteil des Bielefelder Landgerichts aufgehoben.