Responsive image

on air: 

Tim Donsbach
---
---
Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Anklage nach Baby-Tod in Bethel

Ein früherer Medizinstudent muss sich demnächst vor dem Amtsgericht Bielefeld verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den Mann erhoben, nach dem er in der Kinderklinik einem Baby unberechtigterweise eine Injektion in eine Kanüle gespritzt haben soll. Das Kind aus Gütersloh starb kurz danach. Vor über neun Monaten ereignete sich der Vorfall in Bethel. Der Junge litt an Leukämie und musste u.a. ein Antibiotikum bekommen, das ihm aus einer Spritze in den Mund geträufelt wurde. Eine Krankenschwester hatte die Spritze schon vorbereitet. Der Arzt im Praktikum soll dann das Antibiotikum dem Baby in eine Kanüle gespritzt haben. Laut Anklageschrift war der 30-Jährige, der erst seit einer Woche in der Kinderklinik mithalf, nur dazu befugt, dem Kind Blut abzunehmen. Der Beschuldigte schweigt bislang zu den Vorwürfen. Gegen die Klinik wird nicht ermittelt.