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Holger Höner
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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Erleichterung über NS-Stellungnahme von Oetker

Die Stellungnahme von August Oetker zur Nazi-Vergangenheit seines Vaters erntet heute Lob. In einem Interview mit der „Zeit“ hatte er sich zum ersten Mal öffentlich zu NS-Verstrickungen geäußert und seinen Vater Rudolf-August als Nationalsozialisten bezeichnet. "Ein längst überfälliges Vorgehen", so die Reaktion in den Medien. Allerdings bekommt die Familie auch Lob. Die Neue Westfälische zum Bespiel schreibt, das Eingeständnis sei ein Befreiungsschlag für die Oetkers und auch für die ganze Stadt und die Region. Im Westfalen Blatt heißt es, August Oetker, habe – wenn auch nicht zu Lebzeiten seines Vaters – klar gemacht, dass Wahrheit mehr zähle als das familiäre Band. Die Oetkers hatten 2009 eine Studie zur Aufarbeitung der NS-Zeit in Auftrag gegeben. Dass die bekannteste Bielefelder Familie enge Kontakte zum Nazi-Regime hatte, war schon lange bekannt. Allerdings hatte Rudolf-August Oetker seiner Familie untersagt darüber zu sprechen, heißt es in der Zeit.