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Holger Höner
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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Ermittlungen nach ICE-Hitzekollaps

Wegen des Hitzeschocks in insgesamt drei ICE-Zügen nach ausgefallenen Klimaanlagen ermittelt jetzt die Bundespolizei gegen die Deutsche Bahn und die betroffenen Mitarbeiter. Es geht um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung und der unterlassenen Hilfeleistung. Die Bundespolizei hat zum einen die technische Überprüfung der Klimaanlage des betroffenen ICE veranlasst. Das wird voraussichtlich das Eisenbahnbundesamt übernehmen. Es soll klären, ob der Schaden zu verhindern gewesen wäre. Zum anderen muss überprüft werden, wie die Bahn-Mitarbeiter im Zug mit der Situation umgegangen sind. Dazu werden auch einige Reisende als Zeugen gehört.

Am Samstagabend musste ein ICE aus Berlin am Bielefelder Hauptbahnhof gestoppt werden. Wegen einer ausgefallenen Klimaanlage hatten viele Zuggäste einen Hitzekollaps erlitten. Bahnchef Rüdiger Grube hat mittlerweile um Entschuldigung gebeten. Am Bielefelder Hauptbahnhof war der ICE gestoppt worden, nachdem sich die Situation in dem überhitzten Zug dramatisch zugespitzt hatte. Vor allem betroffen waren zwei Schulklassen mit Schülern zwischen 15 und 18 Jahren. Die Bielefelder Feuerwehr war mit 91 Einsatzkräften vor Ort. 3 Notärzte mussten sich um 44 Hitzepatienten kümmern.  9 Personen kamen in Bielefelder Krankenhäuser.