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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Finanzierungskonzept für ärztliche Versorgung Obdachloser

Als erste Stadt in Westfalen hat Bielefeld ein neues Finanzierungskonzept für die medizinische Versorgung
Obdachloser vorgestellt. Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigung und die Stadt Bielefeld teilten sich die Kosten, gab der Hauptgeschäftsführer der Ärztekammer Westfalen-Lippe heute bekannt. Den Angaben zufolge lehnen wohnungslose Menschen, die oft unter Suchterkrankungen, Infektions- und Atemwegskrankheiten sowie psychiatrischen Erkrankungen leiden, die medizinische Regelversorgung häufig ab. Ein Mobiler Dienst mit einer Ärztin versorgt Wohnungslose deshalb seit mehreren Jahren. Dem Konzept zufolge stünden pro Patient und Quartal 157 Euro zur Verfügung, 40 Euro davon kämen aus der Gesamtvergütung sowieso von den Krankenkassen, den Rest teilten sich zu je einem Viertel die Kassen und Kassenärztlichen Vereinigungen. Die andere Hälfte wird von der Kommune übernommen. In Bielefeld gebe es rund 250 Obdachlose, mit 129 Fällen pro Quartal werde gerechnet.