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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Haftstrafen im Misshandlungsprozess gefordert

Im Prozess um die Misshandlung eines neunjährigen Mädchens in Herford hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen für die Mutter und ihren Lebensgefährten gefordert. Am zweiten Prozesstag haben die beiden Angeklagten vor dem Bielefelder Landgericht weitere Misshandlungen des Kindes gestanden. Die Mutter räumte ein, das Mädchen in eine Badewanne mit eiskaltem Wasser gesetzt zu haben. Anschließend habe sie dann den Kopf ihres Kindes unter Wasser getaucht. Das Mädchen musste dabei Todesangst ausstehen. Der 34jährige Lebensgefährte der Frau misshandelte das Mädchen u.a. mit der Schneide eines Tafelmessers. Gegen ihn hat die Staatsanwältin eine Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren gefordert: wegen sexuellen Missbrauchs und Misshandlung von Schutzbefohlenen. Die Mutter soll wegen Kindesmisshandlung und Körperverletzung für zweieinhalb Jahre hinter Gitter. Das jetzt neunjährige Mädchen war vor knapp zwei Jahren von dem Lebensgefährten der Mutter dermaßen getreten und geschlagen worden, dass es mit einem Milzriss in Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nur eine Notoperation hatte das Leben des Kindes gerettet. Das Mädchen lebt heute in einer Pflegefamilie. Das Urteil gegen die beiden Angeklagten soll am  Montagmittag gesprochen werden.