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Holger Höner
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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Käthe Kollwitz kehrt nach Bielefeld zurück

Eine Grafik von Käthe Kollwitz kehrt nach Bielefeld zurück. Das Bild war 1937 als "Entartete Kunst" beschlagnahmt worden. Mit Unterstützung des Förderkreises der Kunsthalle Bielefeld wurde die Grafik jetzt bei einer Auktion in Berlin ersteigert. Die etwa 33x43 cm große Radierung von 1925 zeigt eine erschöpfte Heimarbeiterin.

Sie ist eine von mehreren Kollwitz-Grafiken, in denen die politisch aktive Künstlerin Frauen aus dem Proletariat zeigt. Im Städtischen Kunsthaus Bielefeld waren 1937  im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst" insgesamt 136 Werke aussortiert und nach Berlin geschickt  worden. Von diesen Werken - elf Ölgemälde, Zeichnungen, Grafiken und Aquarelle, waren bislang nur zwei wieder in Bielefeld. Eines davon ist aktuell in der Ausstellung „Der Westfälische Expressionismus" zu sehen. Der Sämann von Christian Rohlfs. Die jetzt zurückgekaufte Käthe-Kollwitz Grafik hat auf dem Originalpassepartout auch zweimal den Stempel „Städtisches Kunsthaus Bielefeld."