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Klagen kann teuer werden

Wer bei einem Autokauf mit Mängeln zu schnell juristische Schritte einleitet, kann auf den Gerichtskosten sitzen bleiben. Das hat jetzt das Oberlandesgericht Hamm entschieden und damit ein Urteil des Bielefelder Landgerichts aufgehoben. In dem Fall ging es um einen Gebrauchtwagenkauf im Mai 2014 bei einem Autohändler in Versmold.Einen ersten Mangel am Wagen reparierte das Autohaus sofort, für einen zweiten forderte der Käufer Schadenersatz. Der Händler wollte darauf den Wagen prüfen und sich um die Reparatur kümmern. Der Käufer wartete darauf aber nicht und leitete sofort ein Beweisverfahren ein, um sich von einem Sachverständigen, denn das Gericht bestellt hatte, die Mängel feststellen zu lassen. Anders als die Richter in Bielefeld entschieden nun die in Hamm, dass der Käufer die Gerichtskosten zahlen muss. Das Autohaus habe jederzeit erklärt, Mängel zu prüfen und zu beheben. Mehr sei von dem Händler nicht zu erwarten, so das Oberlandesgericht.