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Bettina Wittemeier
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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Kritik an Notfallnummer und Notfalldienst

Wenn bei einem medizinischen Notfall, Geld für den Anruf fällig wird, ist das unsozial, kritisiert die Ärztekammer Westfalen-Lippe die gebührenpflichtige Telefonnummer des neuen Notfalldienstes. Die Kammer fordert von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, das zu ändern. Besser sei es, die von der Bundesvereinigung vorgeschlagene einheitliche und kostenfreie Nummer zu verwenden. Die 116 117 ist allerdings noch in der Erprobungsphase.

  Wer in Bielefeld und der Region den Notfalldienst erreichen will, muss aus dem Festnetz für jeden Anruf 14 Cent pro Minute zahlen. Mit dem Handy können es bis zu 42 Cent pro Minute werden. Dazu kommen Startschwierigkeiten in Form von Wartschleifen am Telefon und Wartezeit bis der Arzt kommt. Kritik kommt auch von den Gynäkologen in der Region. Denn mit dem neuen ärztlichen Notdienst ist der Frauenärztliche Notdienst abgeschafft worden. Der Bielefelder Gynäkologe Rolf Englisch sagte dem WB: Frauen mit Problemen in der Schwangerschaft oder Unterleibsschmerzen könnten außerhalb der Praxiszeiten nicht angemessen behandelt werden, weil die Notfallpraxen nicht über die entsprechenden Geräte verfügen.

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