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Holger Höner
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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Leichentransport: Wende im Papiertonnen-Prozess

Im Papiertonnen-Prozess hat es eine Wende gegeben. Bisher musste sich der Angeklagte wegen Störung der Totenruhe vor dem Amtsgericht Bielefeld verantworten, weil er eine Leiche in einer Papiertonne auf einem Supermarkt-Parkplatz abgestellt haben soll. Das Amtsgericht Bielefeld hat den Fall jetzt aber an das Landgericht weitergegeben. In der Anklage geht es nun um versuchten Totschlag. Im Mai hatte der Angeklagte mit einem Komplizen und dem Todesopfer in seiner Wohnung an der Ravensberger Straße Drogen konsumiert. Das Opfer sei kollabiert, daher wollte ihn der Angeklagte, nach seinen Erzählungen, in einer Papiertonne ins Krankenhaus bringen. Zu diesem Zeitpunkt lebte das Opfer noch, sagte er vor Gericht. Stimmt das, so käme jetzt Totschlag als Tatvorwurf in Frage.