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Tim Donsbach
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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Menschen mit Migrationshintergrund nicht kränker

Menschen mit Migrationshintergrund sind nicht grundsätzlich kränker als die einheimische Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Bielefeld in einer aktuellen Studie im Auftrag des Robert-Koch-Institutes.In bestimmten Bereichen seien die Risiken allerdings erhöht, so die Forscher.
Dazu gehören die Säuglingssterblichkeit, einige Infektionskrankheiten und Belastungen durch Trennung oder politische Verfolgung im Herkunftsland. Laut der Studie wandern überwiegend gesunde und aktive Menschen aus, die in ihren neuen Heimatländern meist soziale Netzwerke aufbauen, die gesundheitsfördernd wirken könne. Aber in Deutschland arbeiten Menschen mit Migrationshintergrund häufig unter Arbeitsbedingungen, die ein höheres gesundheitliches Risiko bergen. Und die Forscher stellen auch fest: im Falle einer Erkrankung müssen Ausländer trotz sprachlicher und kultureller Barrieren gleiche Chancen zur Gesundheitsversorgung bekommen.