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Holger Höner
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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Neue Ergebnisse von Bielefelder Gehirn-Forschern

Wenn optische und akustische Signale, also das Sehen und das Hören direkt aufeinanderfolgen, kann das menschliche Gehirn schneller eine Verbindung herstellen. Bielefelder Uni-Wissenschaftler vom CITEC haben herausgefunden, wie das funktioniert.  Ob zum Beispiel bei einem Fußballspiel in einem vollen Stadion der Schiedsrichter oder doch ein Fan gepfiffen hat, kann ein Spieler wesentlich besser erkennen, wenn er den Schiri auch sehen kann. „Multisensorische Integration“ nennen das die Experten des CITEC. So stellt das Gehirn eine Verbindung zwischen dem Pfiffgeräusch und dem Bild der Trillerpfeife im Mund her, in dem es im Hintergrund die Zeit misst. Das ist durch computergestützte Modelle und Simulationen der Bielefelder Studie erstmals belegt worden. Die Ergebnisse können jetzt zum Beispiel genutzt werden, um autistische Störungen oder Lese-Rechtschreibschwächen besser zu erforschen.