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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Obersee-Mord hatte gerichtliches Nachspiel

Der Tod eines Mannes am Obersee vor drei Jahren hat am Vormittag noch einmal das Verwaltungsgericht in Minden beschäftigt. Dort hatte einer der verurteilten Frauen gegen ihre Ausweisung geklagt. Die 46jährige war vom Bielefelder Landgericht wegen Totschlags zu über sieben Jahren Haft verurteilt worden. Wegen der Höhe der Freiheitsstrafe ist nach dem Gesetz die Ausweisung der Kurdin die Konsequenz. Dagegen hatte die 46jährige geklagt, weil sie fürchtet in der Türkei verfolgt zu werden. Das Mindener Gericht entschied heute, dass die Frau aus so genannten generalpräventiven Gründen generell ausgewiesen werden darf. Durch die abschreckende Wirkung sollen Nachahmungstaten verhindert werden. Allerdings kann die 46jährige als anerkannte Asylantin nicht sofort in die Türkei ausgewiesen werden. Dafür müsste ihr Status widerrufen werden, das Verfahren darüber läuft noch beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.