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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Oetker arbeitet NS-Zeit auf

Zum ersten Mal hat ein Mitglied der Oetker-Familie über die Nazi- Vergangenheit des Unternehmens gesprochen. Im Gespräch mit der Zeitung die ZEIT, das morgen erscheint, hat der ehemalige Unternehmens-Chef August Oetker  die Verwicklungen der Firma und seines Vaters Rudolf August mit dem Nazi-Reich thematisiert. Das meldet die Zeit-Online vorab. In dem Interview sagt August Oetker u.a.: „Mein Vater war ein Nationalsozialist“. Auch nach 1945 sei sein Vater noch anfällig für rechtes Gedankengut gewesen: „Das sind die Menschen bis heute, und er war es auch“, so August Oetker. Hintergrund des Interviews: Die Familie Oetker hatte vor vier Jahren einen Augsburger Professor gebeten, die Geschichte des Unternehmens und der Gesellschafterfamilie im Nationalsozialismus aufzuarbeiten. Die Forschungsergebnisse sollen in der nächsten Woche erscheinen. „Wir müssen als Familie hinnehmen, dass die handelnden Personen damals das System bejaht und unterstützt haben“, heißt es u.a. in einer offiziellen Stellungnahme auf der Dr.-Oetker-Homepage. Ein angefragtes Interview mit August Oetker hat die Pressestelle des Unternehmens abgelehnt.