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Plädoyers im Harsewinkel-Prozess

Im Harsewinkeler Mordprozess vor dem Bielefelder Landgericht sind am früehen Mittag die Plädoyers gesprochen worden. Ein 26-jähriger Kurde ist angeklagt, weil er seine Ehefrau in der Silvesternacht brutal getötet haben soll. Staatsanwalt Klaus Metzler bezeichnete die Tat als verabscheuungswürdig und niederträchtig. Er fordert lebenslange Haft. Es sei ein „Macho-Mord", der in seinen Augen hier vorliege. Begriffe wie verletzte Ehre oder verschmähte Liebe seien fehl am Platz, so der Staatsanwalt. Metzler sagte, der Mann habe sich Beherrscher und Bestimmer über seine Frau gefühlt. Als er merkte, die Beziehung ist aus, habe er sie in der Silvesternacht aus niedrigen Beweggründen und grausam ermordet. Verteidiger Detlev Binder plädierte auf Totschlag. Er meinte, man müsse die gewaltsame Lebensgeschichte des Angeklagten berücksichtigen. In einer Stunde wird das Urteil verkündet.