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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Rechtsextremer darf kein Jurist werden

Weil er zahlreiche Straftaten begangen hat, bleibt einem 28jährigen Mann aus Bielefeld, der Mitglied der Partie „Die Rechte“ ist, eine juristische Karriere verwehrt. Das hat jetzt das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden. Mit ihrem Beschluss bestätigten die Münsteraner Richter eine Entscheidung des Mindener Verwaltungsgerichts. Der Bielefelder hatte nach seinem Jura-Studium auf Aufnahme in den juristischen Vorbereitungsdienst geklagt. Das Land hatte sie abgelehnt, weil der Mann bereits zehnmal verurteilt worden war, u.a. wegen Volksverhetzung, Beleidigung, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Die Münsteraner Richter bestätigten die „Unwürdigkeit“ des Antragstellers. Sie bezogen sich dabei zum einen auf die Bandbreite der verübten Straftaten und zum andern auf den langen Zeitraum der Ausübung von mehr als zehn Jahren. Der Bielefelder gehörte auch der heute verbotenen Kameradschaft Hamm an.