Responsive image

on air: 

Julia Vorpahl
---
---
Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Schuldiskussion in der Uni

Über 300 Eltern, Lehrer und andere Interessierte haben am Abend mit Oberbürgermeister Pit Clausen und Schuldezernent Udo Witthaus über die Grundschulschließungen diskutiert. Im Audimax, dem größten Hörsaal der Universität, wurden ein weiteres Mal die Positionen ausgetauscht.

Oberbürgermeister Pit Clausen betonte dabei, dass er rechtlich gezwungen sei, auf die sinkenden Schülerzahlen zu reagieren. Außerdem bleibt er dabei, größere Schulen mit größerem Lehrangebot seien besser für die Kinder. Die Eltern sahen das ganz anders und bekamen dabei auch Unterstützung von Wissenschaftlern der Universität, die ebenfalls im Publikum saßen. Vor allem aber machten sie Clausen und auch Witthaus den Vorwurf, ihre Argumente weiterhin nicht ernst zu nehmen, und einfach über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden.
Clausen hat dem Stadtelternrat angeboten, mehr Stimmkraft im Arbeitskreis zur Schließung der Grundschulen zu bekommen. So sollen dann doch noch einige gemeinsame Lösungen gefunden werden.

Das angestrebte Grundschul-Bürgerbegehren ist nach Auffassung des Rechtsamtes der Stadt rechtswidrig. Denn der Rat dürfe keinen Beschluss zum Erhalt aller Bielefelder Grundschulen treffen. Das widerspreche den Normen des Schulrechts. Der Bürgerausschuss will am 2. November dazu beraten. Der Rat dann am 4.November.