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Sechs Jahre Haft gefordert im Auschwitz-Prozess

Im Auschwitz-Prozess vor dem Detmolder Landgericht hat die Staatsanwaltschaft sechs Jahre Haft für den Angeklagten Reinhold Hanning gefordert. Der 94-jährige habe in seiner Funktion als ehemaliger SS- Wachmann Beihilfe zum Mord in mindestens 100 000 Fällen geleistet, hieß es zur Begründung. Die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der ehemalige Wachmann am Vernichtungszweck des Lagers mitgewirkt hat. Es habe zur Aufgabe der Wachleute gehört, dass Häftlinge nicht lebend das Lager verließen, so der zuständige Oberstaatsanwalt. Vor dem Plädoyer hatte die Kammer einen Befangenheitsantrag gegen das Gericht aus den Reihen der Nebenkläger zurückgewiesen. Am nächsten Freitag werden deren Anwälte ihre Plädoyers verlesen. Abschließend ist dann die Verteidigung an der Reihe.