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Holger Höner
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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Universität erforscht Vorurteile

Die Hälfte der Menschen in Europa ist der Meinung, dass in ihren Ländern zu viele Migranten leben. Über 40 Prozent lehnen gleiche Rechte für Homosexuelle ab. Und 54 Prozent der Europäer halten den Islam für eine Religion der Intoleranz. Das sind drei Ergebnisse einer Studie des Bielefelder Instituts für Konflikt- und Gewaltforschung. Am stärksten sind diese negativen Vorurteile in Osteuropa verbreitet, am wenigsten in Holland. Deutschland liegt im Mittelfeld. Die Ergebnisse unterscheiden sich in den einzelnen Ländern stark. So sind zum Beispiel 88 Prozent der Polen gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, in Deutschland aber nur 40 Prozent. Die Bielefelder Wissenschaftler hatten im Winter 2008/2009 rund 8000 Menschen in 8 der 27 EU-Ländern in einer repräsentativen Studie zu ethnischen, religiösen und sexuellen Vorurteilen befragt.