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Holger Höner
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Archiv der Nachrichten von Bielefeld

Verdi sieht immer mehr jobbende Rentner

Weil die Rente nicht reicht, müssen auch in Bielefeld immer mehr Ruheständler jobben. Die Gewerkschaften ver.di und NGG beziffern die Zunahme seit 2003 auf 21 Prozent. Die Gewerkschaften gehen davon aus, dass diese Zahlen weiter steigen und fordern einen gesetzlichen Mindestlohn, um der Altersarmut vorzubeugen. Schon 2003 waren es in Bielefeld laut der Bundesagentur für Arbeit 2.387 Rentner, die die Ebbe im Portemonnaie durch Minijobs eindämmen wollten. Vier Jahre später waren es rund 500 Rentner mehr. Die Gewerkschaften sehen in einem Mindestlohn die einzige Chance, mehr Rentenjobber zu vermeiden. Ein großes Problem sind nach Meinung der Gewerkschaften die Dumpinglöhne. Die würden schon frühzeitig den Grundstein für die Altersarmut legen. Der gesetzliche Mindestlohn solle bei 7 Euro 50 ein- und dann zügig auf 9 Euro steigen, so die Forderung.