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Weniger politisch motivierte Straftaten in Bielefeld

Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist im vergangenen Jahr in der Region um über zehn Prozent auf 580 zurückgegangen. Die Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund sind um knapp 20 Prozent auf 337 gesunken, die politisch motivierten Delikte von Ausländern haben sich von 62 auf 29 halbiert,  wobei zusätzlich noch 13 Straftaten mit religiös-ideologischem Hintergrund dazukommen. Diese Taten waren in den Vorjahren vom Bielefelder Staatsschutz im Bereich „Ausländer“ kategorisiert worden. Ein Grund für die Rückgänge in den Bereichen „rechts“ und „Ausländer“ sei die rückläufige Entwicklung der Flüchtlingszahlen, so die Bielefelder Polizeipräsidentin Giere. Die Zahl der Straftaten mit linksextremistischem Hintergrund sind dagegen um drei Prozent auf 127 angestiegen. Zugleich sind die Prüffälle zur Früherkennung islamistischer Terroristen owl-weit um rund 25 Prozent auf 930 zurückgegangen. Damit liegt ihre Zahl auf dem niedrigsten Niveau seit 2013, sagte Giere. Auch die Zahl der politisch motivierten Gewaltdelikte hat um ein Drittel auf 35 abgenommen.

Unterdessen hat der Bielefelder Staatsschutz am Morgen das Kurdistan-Zentrum an der Herbert-Hinnendahl-Straße durchsucht und über 100 Gegenstände sichergestellt. Zweck der Aktion sei die Suche nach Beweismitteln in einem Strafverfahren gewesen, sagte ein Polizeisprecher der NW. Die Polizei ermittle derzeit gegen das Zentrum, weil dieses für die verbotene kurdische Organisation PKK geworben haben soll.