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Windhorst kritisiert Pille danach ohne Rezept

In Deutschland soll es die „Pille danach“ bald auch ohne Rezept in der Apotheke geben. Die EU-Kommission hatte der Entscheidung vergangene Woche grünes Licht gegeben. Auch die Bundesregierung möchte dem Vorschlag folgen. In Bielefeld ist ein einflussreicher Mediziner allerdings dagegen. Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, der Bielefelder Theodor Windhorst, setzt bei der Ausgabe der Pille auf eine vorherige intensive Beratung. Diese traut er den Apotheken nicht zu. Es gehe dabei auch um ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Arzt und der Patientin. Wenn die Pille danach problemlos zu bekommen sei, bestehe die Gefahr, dass Verhütung nicht mehr ernst genommen werde. Die Pille sei teilweise bis zu 120 Stunden nach dem Geschlechtsakt noch wirksam einzunehmen. Eine Verzögerung der Wirkung durch die Pflicht eines Arzttermins sieht Windhorst darum nicht.