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Marcel Pfüller
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Corona - Die AHA+CL Regeln und Tipps zum Lüften



Frischluft gegen Corona: Richtig durchlüften

Immer mehr Experten sind sich einig: Lüften ist eine effektive Maßnahme gegen die Ausbreitung der Pandemie. Und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die AHA Regeln um das L fürs Lüften erweitert. Der britische Guardian widmete daraufhin dem Thema einen eigenen Artikel und bezeichnet das Lüften als eine Bessenheit in Deutschland. 

Viele würden hierzulande schon allein aus Gewohnheit zweimal am Tag, sogar im Winter, die Fenster aufreißen. Vielfach sei es auch in Mietverträgen vorgeschrieben, heißt es in dem Artikel. Das "Stoßlüften" bekommt sogar eine extra Erklärung. Auch das "Querlüften" findet Beachtung. Die "ausgeklügelte Kippfunktion" deutscher Fenster scheint im Königreich bislang unbekannt zu sein. 

Welche ist denn jetzt die beste Lüfttechnik?

Empfohlen wird mindestens "stoßlüften". Dabei die Fenster so weit wie möglich öffnen. Der Luftaustausch funktioniert noch besser, wenn gegenüberliegende Fenster geöffnet werden. Bei diesem "Querlüften" ist es möglich innerhalb weniger Minuten die Luft im Raum komplett auszutauschen. 
Dabei muss auch im Winter niemand die ganze Zeit neben offenen Fenstern sitzen und frieren. Die Häufigkeit und Länge des Lüftens richtet sich vor allem nach der Raumgröße und der Anzahl der Personen im Raum. Eine Viertelstunde täglich reiche in einer normalgroßen Wohnung ohne Besucher, heißt es vom Umweltbundesamt. Ist aber zum Beispiel die ganze Familie zu Besuch, dann sollte während der gesamten Besuchsdauer gelüftet werden. 

In Büros, so die Empfehlung, sollten die Fenster alle 60 Minuten zum "Stoßlüften" geöffnet werden, bei Besprechungen sogar einmal vorab und dann alle 20 Minuten. Wegen der Coronagefahr momentan sogar eher noch häufiger. 

In Schulräumen mit 20 bis 30 Kindern solle in jeder Unterrichtspause intensiv mit weit offnen Fenstern die Luft ausgetauscht werden. Dauert die Unterrichtsstunde länger als 45 Minuten oder sind nur kurze Pausen dazwischen, dann soll auch während des Unterrichts gelüftet werden. 

Im Winter muss kürzer gelüftet werden:

Warme und kalte Luft besitzen eine unterschiedliche Dichte. Diese physikalische Eigenschaft wirkt sich auch auf das Lüften aus. Kalte Luft drängt wesentlich schneller in warme Räume. Je größer die Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen, umso schneller klappt der Luftaustausch.

 


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