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Marcel Pfüller
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Das Bielefelder Corona-Impfzentrum

Die Ausstellungshalle der Stadthalle ist das Bielefelder Corona-Impfzentrum. Sobald genügend Impfstoff da ist, können auf zehn Impfstraßen von Montags bis Sonntags bis zu 1.000 Bielefelder täglich die Coronaimpfung bekommen. Organisiert wird das Impfzentrum federführend vom Arbeiter-Samariter-Bund. Die ärztliche Leitung hat Dr. Theo Windhorst, der frühere Präsident der Ärztekammer Westfalen Lippe.



Der Ablauf im Impfzentrum

Die Impfdosen sollten zunächst Menschen zur Verfügung stehen, die wegen ihres Alters und wegen Vorerkrankungen ein stark erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Dazu zählen Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Auch Beschäftigte im Gesundheitsbereich, die aus beruflichen Gründen einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind sollen vorrangig geimpft werden, genauso Menschen, die in staatlich und gesellschaftlich wichtigen Bereichen arbeiten wie Polizisten und Rettungskräfte, aber auch Lehrer und Erzieher.

Die Verantwortlichen des Bielefelder Impfzentrums

 

Wer sich impfen lassen möchte, der benötigt eine Impfberechtigung. Impfberechtigte bekommen an der Hotline 116117 der Kassenärztlichen Vereinigung einen Termin. Die Berechtigung wird am Haupteingang überprüft. Außerdem gibt es am Empfang im Impfzentrum eine frische Maske und es wird die Temperatur gemessen. Auch ein Fragebogen zur Person wird ausgegeben. Dieser ist in 16 Sprachen verfügbar.

Danach geht es in einen Wartebereich. Hier werden natürlich die Abstände zwischen den Wartenden eingehalten und es wird auf Bildschirmen über die anstehende Impfung informiert. Außerdem soll hier der Fragebogen ausgefüllt werden. Anschließend findet ein erstes Gespräch über die Impfung statt. Hier können offene Fragen geklärt werden.

 

Es gibt insgesamt zehn Impfstraßen, diese sind durch Stellwände voneinander getrennt. Eine Straße ist extra auch für Rollstühle geeignet. In jeder Impfstraße ist immer ein Arzt bzw. eine Ärztin für das Impfgespräch anwesend. Ohne das Arztgespräch darf keine Impfung verabreicht werden. Im Anschluss an das Gespräch wird, sofern es keine Gründe dagegen gibt, die Impffähigkeit attestiert. Dann wird die Impfung von Fachpersonal durchgeführt. Im Impfraum steht vorsichtshalber eine Liege bereit. Im Anschluss an die Impfung geht es wieder in einen Wartebereich. Hier wird über 30 Minuten kontrolliert, dass es nicht zu unerwarteten Nebenwirkungen kommt.

 

Läuft alles nach Plan, geht es weiter zum Check-Out. Hier gibt es dann den Stempel der ersten Impfung in den Impfpass. Nach 21 Tagen ist die zweite Impfung dran. Die Ausstellungshalle wird über eine Einbahnstraßenregelung wieder verlassen. Zur Not steht immer ein Sanitätsdienst bereit.