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Oliver Behrendt
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Infos und News zum Coronavirus - Seite 152 von 190


Die aktuellen Corona Nachrichten aus Bielefeld

10.000 Tests täglich im Kreis Gütersloh

In unserem Nachbarkreis Gütersloh sind die Testkapaziäten deutlich ausgeweitet worden. Jetzt sollen dort täglich 10.000 Menschen auf Corona getestet werden. Seit gestern Abend bestehen im Kreis Gütersloh insgesamt sechs Testzentren, davon eins in Halle oder ein Drive-In am ehemaligen britischen Flughafen. Bisher liegen dem Kreis mehr als 1.600 Befunde vor, von denen 3 positiv sind. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet lässt jetzt die Haftbarkeit des Fleischproduzenten Tönnies für den Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh prüfen. Auch Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter fordert den Unternehmer auf, für die Folgen aufzukommen.

Keine weiteren Coronafälle an Schulen aber drei weitere Tönniesarbeiter aus Bielefeld infiziert

Am Westfalen Kolleg und auch an der Marienschule haben Coronatests ergeben, dass sich bei den coronainfizierten Schülern niemand angesteckt hat. Das meldet heute der Krisenstab der Stadt Bielefeld. Am Westfalen Kolleg war bei einer Schülerin Ende vergangener Woche das Virus nachgewiesen worden. Da sie an einer Abschlussveranstaltung teilgenommen hatte, wurden viele ihre Mitschüler getestet. An der Marienschule der Ursulinen in Schildesche war ein Schüler, der nicht in Bielefeld wohnt, im Vorfeld einer Operation positiv auf Corona getstet worden. Alle gut 50 Mitglieder seiner Lerngruppen wurden daraufhin untersucht. Die Getesteten bleiben vorsichtshalber noch einige Tage in Quarantäne.

Unterdessen steigt die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie gemeldeten infizierten Bielefelder um drei Fälle auf 440. Drei weitere Tönnismitarbeiter, die in Bielefeld wohnen haben sich angesteckt. 13 von 29 noch aktuellen Infektionen haben somit einen direkten Bezug zum Tönnies-Skandal. 406 Menschen aus Bielefeld sind nach einer Infektion genesen. In den Bielefelder Krankenhäusern werden weiter vier Corona Patienten behandelt. Alle vier liegen jetzt allerdings auf der Intensivstation. Fünf Bielefelder sind bislang mit Corona verstorben. Untter Quarantäne stehen in unserer Stadt 431 Personen. 47 mehr als am Mittwoch.

Alle Meldungen zur Coronakrise in Bielefeld und zum Tönnies-Skandal bekommt ihr hier.

Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh: Von 2.000 Tests in der Bevölkerung einer positiv

Unter anderem auf diese Testergebnisse hat die Stadt Bielefeld gewartet: Von 2.000 aktuell freiwilligen Corona-Tests im Nachbarkreis Gütersloh ist nur einer positiv ausgefallen. Das bestätigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute Morgen in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses. Bei den 2000 Getesteten handelt es sich um Menschen aus der Allgemeinbevölkerung. Die Neuinfektionsrate ist laut Robert-Koch-Institut im Kreis Gütersloh deutlich gesunken auf 192,8. Am Dienstag betrug der Wert noch 270,2. Mit einer massiven Testausweitung wollen die Behörden im Kreis Gütersloh jetzt herausfinden, ob Corona-Infektionen von Tönnies-Mitarbeitern auf andere Bürger übergesprungen sind. Fünf neue Testzentren sind heute eingerichtet werden, darunter auch ein Drive-In-Zentrum.

NRW-Gesundheitsminister Laumann im Landtag gab aber zu, dass womöglich nicht alle Tönnies-Mitarbeiter einen Test auf das Coronavirus gemacht haben. 20 bis 30 Menschen könnten den Testern durch die Lappen gegangen sein, sagte er. Bei dem Fleischverarbeiter war das Virus massiv ausgebrochen, 1.500 Menschen sind infiziert, 7.000 befinden sich in Quarantäne, auch Mitarbeiter, die in Bielefeld wohnen. Neue Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem Ausbruch bei Tönnies kamen auch raus: So habe es die erste Welle von Infizierten im Kreis Gütersloh nach einer „kirchlichen Veranstaltung“ gegeben. Das bestätigte Staatssekretär Edmund Heller heute Morgen in der Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im Landtag.

Nach Medien-Recherchen handelte es sich um einen Gottesdienst, der am 17. Mai stattfand. Bei diesem Gottesdienst seien auch Arbeiter eines Tönnies-Konkurrenten dabei gewesen. Urlaubsgäste aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf müssen in Niedersachsen von ihren Vermietern am Freitag nach Hause geschickt werden. Bleiben darf nur, wer vor dem 11. Juni angereist ist, oder wer ein ärztliches Attest vorlegen kann, dass er nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Das hat das niedersächsische Sozialministerium mitgeteilt.

 

Theater stellt neue Spielzeit wegen Corona um

Das Theater Bielefeld passt seine neue Spielzeit den aktuellen Gegebenheiten an. Wegen der Coronabeschränkungen geht es ab Ende August lediglich wieder im Stadttheater, dem TAM und der Oetkerhalle los. Es wird weniger Plätz geben, dafür wird häufiger gespielt, die Pausen entfallen.

OB Clausen: Keine neuen Beschränkungen wegen Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh

Osnabrück schränkt die Besuche von Menschen aus dem Kreis Gütersloh wegen des massenhaften Corona-Ausbruchs bei Tönnies ein, auch Münster stellt neue Regeln auf. Bielefeld sieht dafür aktuell noch keine Notwendigkeit. Auch braucht Bielefeld keinen Lockdown, so bewertet Oberbürgermeister Pit Clausen die aktuelle Situation. Es soll aber eine neue Allgemeinverfügung geben.

Die Entwicklung der Infektionszahlen sei in Bielefeld unauffällig, so der OB Clausen. Es gebe keinen Grund, hier generelle Beschränkungen wie im Kreis Gütersloh vorzunehmen. Und es gebe auch keinen Grund, die Nachbarn aus dem Kreis Gütersloh nicht willkommen zu heißen. Erst wenn sich die Lage ändere, müsse das Ganze neu bewertet werden.

Bielefeld wartet jetzt die Corona-Reihentests aus dem Kreis Gütersloh ab. 600 Abstriche wurden bisher genommen, von denen 230 Befunde vorliegen und, bis auf einen, alle negativ waren. Weiterhin wartet die Stadt auf die Testergebnisse der Tönnies-Beschäftigten, die hier wohnen. Das Testlabor in Sennestadt hat wegen der Lage Unterstützung angefordert.

Spekulationen über Ursache des Coronaausbruchs bei Tönnies

Der Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies könnte auf die Luftkühlung im Zerlegebetrieb zurückgehen. Das ist eine erste Einschätzung des Bonner Hygiene-Experten Martin Exner. Er schlug Hochleistungsfilter und UV-Strahlen als Lösung des Problems vor. Dieses Problem betreffe die gesamte Fleischbranche und sei bisher nicht im Blick der Wissenschaft gewesen, sagte der Professor auf einer Pressekonferenz in Gütersloh. Unterdessen will die NRW-Landesregierung  mit Massentests in den Kreisen Gütersloh und Warendorf bis Ende der Woche Erkenntnisse über die Verbreitung des Coronavirus haben. Bis dann wolle man wissen, «ob das Virus in andere Teile der Bevölkerung übergesprungen ist», sagte NRW-Gesundheitsminister Laumann. Am Nachmittag wurde bekannt, dass im Kreis Gütersloh von 230 Corona-Tests von Bürgern, die nichts mit dem Tönnies-Konzern zu tun haben, bis auf einen alle negativ gewesen sind.

 

Drei neue Coronafälle - Viele Tönnies-Tests noch nicht ausgewertet

Auch am Mittwoch gibt es erneut einen leichten Anstieg der bestätigten Corona-Infektionen in Bielefeld. Drei neue Fälle wurden von der Stasdt gemeldet. Damit sind jetzt 437 Menschen aus unserer Stadt seit Beginn der Coronakrise positiv getestet worden. 406 sind davon bereits wieder genesen, so dass es aktuell 26 bestätigte Infektionen gibt. Zehn davon sind bei Tönniesmitarbeitern nachgewiesen worden. Insgesamt 162 Tönnies-Mitarbeiter wohnen in Bielefeld. Die Ergebnisse ihrer Coronatestungen liegen allerdings zum größten Teil noch nicht vor. Zuletzt hieß es, die zuständigen LAbore seien überlastet. Für alle Tönniesmitarbeiter und ihre Haushaltsangehörigen wurde vorsorglich Quarantäne angeordnet. 384 Personen in Bielefeld stehen insgesamt unter Quarantäne. 
In den vergangenen sieben Tagen wurden 17 neue Coronainfektionen gezählt. Die zwischen Bund und Land beschlossene Infektionsobergrenze liegt bei 170. In den Bielefelder Krankenhäusern werden weiter vier Patienten mit Corona behandelt. Zwei davon auf der Intensivstation. Fünf Bielefelder sind bislang mit Corona verstorben.

Alle Meldungen zur Entwicklung der Coronakrise in Bielefeld und zum Tönnies-Skandal bekommt ihr hier.

Wegen Lockdown: Beherbergungsverbot für Gütersloher

Nach Bayern und Mecklenburg-Vorpommern haben jetzt auch Schleswig-Holstein und Niedersachen ein Beherbungsverbot für Touristen aus Gütersloh ausgesprochen. Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies sollen Lehrer aus Gütersloh und Warendorf vorerst nicht in Niedersachsen unterrichten. Eine Regierungssprecherin sagte, Menschen sollten nicht ausgegrenzt werden, es sei aber wichtig, zu reagieren und den Wirtschaftsbetrieb in Niedersachsen zu schützen. Österreich hat inzwischen eine Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Unterderssen ist eine Reisegruppe aus Gütersloh von einem Hotel im Ostseebad Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern zurückgewiesen worden. Das Gesundheitsamt und das Rechtsamt hätten dem Hotel auf Grundlage der Landesverordnung geraten, die etwa 40 Reisenden zurückzuschicken, hieß es.

 

Beschränkungen auch für Bielefeld?

Seit Mitternacht gelten bei unseren Nachbarn im Kreis Gütersloh wieder strenge Beschränkungen des öffentlichen Leben. Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte die Landesregierung die stärkeren Auflagen angeordnet. So dürfen sich im öffentlichen Raum nur noch zwei Menschen oder Menschen aus einem Haushalt treffen. Museen, Kinos, Bars und andere Einrichtungen bleiben geschlossen.

Wie sich die Situation hier bei uns in Bielefeld entwickelt, hänge jetzt von den Testergebnissen der Tönnies-Beschäftigten bei uns in der Stadt ab, so Oberbürgermeister Pit Clausen. Auch, ob es hier bei uns Beschränkungen gebe, so Clausen in der NW. Noch stehen die Corona-Testergebnisse der Tönnies-Beschäftigten, die in Bielefeld wohnen, aus. Die Stadt begründet dass damit, dass die Test-Labore aktuell überlastet sind. Auch wann Ergebnisse vorliegen werden ist demnach weiter unklar.

Gestern kamen in der Stadt drei Neuinfektionen dazu, ohne Tönniesbezug. Von 162 Mitarbeitern in Bielefeld stehen jetzt 158 unter Quarantäne. An vier Adressen traf das Ordnungsamt weiterhin niemanden an, will hier aber weiter prüfen. Bielefelds Oberbürgermeister Clausen hatte das Vorgehen des Landes nach dem teilweisen Lockdown des Kreises Gütersloh kritisiert und darauf verwiesen, wie verwoben die Gebiete sind. Täglich pendeln mehr als 40.000 Menschen zwischen den beiden Regionen.

Lockdown im Kreis Gütersloh - Bielefelds Oberbürgermeister übt Kritik am Vorgehen

Nach dem Lockdown im Zuge des Tönnies-Skandals im Kreis Gütersloh hat Oberbürgermeiter Pit Clausen eine Stellungnahme abgegeben. "Ich finde es ausdrücklich richtig, bei einem lokalen Ausbruch des Virus regional oder lokal zu reagieren," so Clausen. Allerdings sei jeder lokale Raum immer in eine Region eingebunden. Er bedaure es deshalb, als Nachbarkommune nicht bei der Umsetzung des Lockdowns eingebunden worden zu sein. Clausen führt an, das an Werktagen über 23.000 Menschen aus dem Kreis Gütersloh nach Bielefeld einpendeln, fast 18.000 aus Bielefeld nach Gütersloh. Mehr als 1.200 Schüler aus dem Kreisgebiet würden außerdem Schulen in Bielefeld besuchen.

Alle Meldungen zur Entwicklung der Coronakrise in Bielefeld und zum Tönnies-Skandal bekommt ihr hier.


Wissenswertes zum Nachhören

In unserem Servicecheck haben wir das Thema Corona intensiv besprochen. Hier könnt ihr euch die Beiträge nochmal anhören.