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Stefan Klinkhammer
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Infos und News zum Coronavirus - Seite 83 von 121


Die aktuellen Corona Nachrichten aus Bielefeld

OB Clausen: Keine neuen Beschränkungen wegen Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh

Osnabrück schränkt die Besuche von Menschen aus dem Kreis Gütersloh wegen des massenhaften Corona-Ausbruchs bei Tönnies ein, auch Münster stellt neue Regeln auf. Bielefeld sieht dafür aktuell noch keine Notwendigkeit. Auch braucht Bielefeld keinen Lockdown, so bewertet Oberbürgermeister Pit Clausen die aktuelle Situation. Es soll aber eine neue Allgemeinverfügung geben.

Die Entwicklung der Infektionszahlen sei in Bielefeld unauffällig, so der OB Clausen. Es gebe keinen Grund, hier generelle Beschränkungen wie im Kreis Gütersloh vorzunehmen. Und es gebe auch keinen Grund, die Nachbarn aus dem Kreis Gütersloh nicht willkommen zu heißen. Erst wenn sich die Lage ändere, müsse das Ganze neu bewertet werden.

Bielefeld wartet jetzt die Corona-Reihentests aus dem Kreis Gütersloh ab. 600 Abstriche wurden bisher genommen, von denen 230 Befunde vorliegen und, bis auf einen, alle negativ waren. Weiterhin wartet die Stadt auf die Testergebnisse der Tönnies-Beschäftigten, die hier wohnen. Das Testlabor in Sennestadt hat wegen der Lage Unterstützung angefordert.

Spekulationen über Ursache des Coronaausbruchs bei Tönnies

Der Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies könnte auf die Luftkühlung im Zerlegebetrieb zurückgehen. Das ist eine erste Einschätzung des Bonner Hygiene-Experten Martin Exner. Er schlug Hochleistungsfilter und UV-Strahlen als Lösung des Problems vor. Dieses Problem betreffe die gesamte Fleischbranche und sei bisher nicht im Blick der Wissenschaft gewesen, sagte der Professor auf einer Pressekonferenz in Gütersloh. Unterdessen will die NRW-Landesregierung  mit Massentests in den Kreisen Gütersloh und Warendorf bis Ende der Woche Erkenntnisse über die Verbreitung des Coronavirus haben. Bis dann wolle man wissen, «ob das Virus in andere Teile der Bevölkerung übergesprungen ist», sagte NRW-Gesundheitsminister Laumann. Am Nachmittag wurde bekannt, dass im Kreis Gütersloh von 230 Corona-Tests von Bürgern, die nichts mit dem Tönnies-Konzern zu tun haben, bis auf einen alle negativ gewesen sind.

 

Drei neue Coronafälle - Viele Tönnies-Tests noch nicht ausgewertet

Auch am Mittwoch gibt es erneut einen leichten Anstieg der bestätigten Corona-Infektionen in Bielefeld. Drei neue Fälle wurden von der Stasdt gemeldet. Damit sind jetzt 437 Menschen aus unserer Stadt seit Beginn der Coronakrise positiv getestet worden. 406 sind davon bereits wieder genesen, so dass es aktuell 26 bestätigte Infektionen gibt. Zehn davon sind bei Tönniesmitarbeitern nachgewiesen worden. Insgesamt 162 Tönnies-Mitarbeiter wohnen in Bielefeld. Die Ergebnisse ihrer Coronatestungen liegen allerdings zum größten Teil noch nicht vor. Zuletzt hieß es, die zuständigen LAbore seien überlastet. Für alle Tönniesmitarbeiter und ihre Haushaltsangehörigen wurde vorsorglich Quarantäne angeordnet. 384 Personen in Bielefeld stehen insgesamt unter Quarantäne. 
In den vergangenen sieben Tagen wurden 17 neue Coronainfektionen gezählt. Die zwischen Bund und Land beschlossene Infektionsobergrenze liegt bei 170. In den Bielefelder Krankenhäusern werden weiter vier Patienten mit Corona behandelt. Zwei davon auf der Intensivstation. Fünf Bielefelder sind bislang mit Corona verstorben.

Alle Meldungen zur Entwicklung der Coronakrise in Bielefeld und zum Tönnies-Skandal bekommt ihr hier.

Wegen Lockdown: Beherbergungsverbot für Gütersloher

Nach Bayern und Mecklenburg-Vorpommern haben jetzt auch Schleswig-Holstein und Niedersachen ein Beherbungsverbot für Touristen aus Gütersloh ausgesprochen. Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies sollen Lehrer aus Gütersloh und Warendorf vorerst nicht in Niedersachsen unterrichten. Eine Regierungssprecherin sagte, Menschen sollten nicht ausgegrenzt werden, es sei aber wichtig, zu reagieren und den Wirtschaftsbetrieb in Niedersachsen zu schützen. Österreich hat inzwischen eine Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Unterderssen ist eine Reisegruppe aus Gütersloh von einem Hotel im Ostseebad Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern zurückgewiesen worden. Das Gesundheitsamt und das Rechtsamt hätten dem Hotel auf Grundlage der Landesverordnung geraten, die etwa 40 Reisenden zurückzuschicken, hieß es.

 

Beschränkungen auch für Bielefeld?

Seit Mitternacht gelten bei unseren Nachbarn im Kreis Gütersloh wieder strenge Beschränkungen des öffentlichen Leben. Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte die Landesregierung die stärkeren Auflagen angeordnet. So dürfen sich im öffentlichen Raum nur noch zwei Menschen oder Menschen aus einem Haushalt treffen. Museen, Kinos, Bars und andere Einrichtungen bleiben geschlossen.

Wie sich die Situation hier bei uns in Bielefeld entwickelt, hänge jetzt von den Testergebnissen der Tönnies-Beschäftigten bei uns in der Stadt ab, so Oberbürgermeister Pit Clausen. Auch, ob es hier bei uns Beschränkungen gebe, so Clausen in der NW. Noch stehen die Corona-Testergebnisse der Tönnies-Beschäftigten, die in Bielefeld wohnen, aus. Die Stadt begründet dass damit, dass die Test-Labore aktuell überlastet sind. Auch wann Ergebnisse vorliegen werden ist demnach weiter unklar.

Gestern kamen in der Stadt drei Neuinfektionen dazu, ohne Tönniesbezug. Von 162 Mitarbeitern in Bielefeld stehen jetzt 158 unter Quarantäne. An vier Adressen traf das Ordnungsamt weiterhin niemanden an, will hier aber weiter prüfen. Bielefelds Oberbürgermeister Clausen hatte das Vorgehen des Landes nach dem teilweisen Lockdown des Kreises Gütersloh kritisiert und darauf verwiesen, wie verwoben die Gebiete sind. Täglich pendeln mehr als 40.000 Menschen zwischen den beiden Regionen.

Lockdown im Kreis Gütersloh - Bielefelds Oberbürgermeister übt Kritik am Vorgehen

Nach dem Lockdown im Zuge des Tönnies-Skandals im Kreis Gütersloh hat Oberbürgermeiter Pit Clausen eine Stellungnahme abgegeben. "Ich finde es ausdrücklich richtig, bei einem lokalen Ausbruch des Virus regional oder lokal zu reagieren," so Clausen. Allerdings sei jeder lokale Raum immer in eine Region eingebunden. Er bedaure es deshalb, als Nachbarkommune nicht bei der Umsetzung des Lockdowns eingebunden worden zu sein. Clausen führt an, das an Werktagen über 23.000 Menschen aus dem Kreis Gütersloh nach Bielefeld einpendeln, fast 18.000 aus Bielefeld nach Gütersloh. Mehr als 1.200 Schüler aus dem Kreisgebiet würden außerdem Schulen in Bielefeld besuchen.

Alle Meldungen zur Entwicklung der Coronakrise in Bielefeld und zum Tönnies-Skandal bekommt ihr hier.

Fast alle Tönnies-Mitarbeiter in Bielefeld erreicht

Am Dienstagnachmittag hat die Stadt bekannt gegeben, dass nach Abgleich aller Listen letztlich 162 Tönnies-Mitarbeiter in Bielefeld wohnen. 158 davon konnten bis zum Zeitpunkt der Meldung vom Bielefelder Ordnungsamt erreicht und zu Haushaltsangehörigen befragt werden. Das entspricht 97 Prozent der Fälle. Vier Personen wurden bsilang noch nicht angetroffen. Hier werden in den kommenden Tagen erneute Versuche gestartet. Bei den Besuchen werden die Regeln der Quarantäne erklärt und auch gegen alle Haushaltsangehörigen wird die Quarantäne mündlich angeordnet.

Alle Meldungen zur Entwicklung der Coronakrise in Bielefeld und zum Tönnies-Skandal bekommt ihr hier.

Drei neue Coronafälle in Bielefeld gemeldet

Während die Kreise Gütersloh und Warendorf die Infektionsobergrenze überschritten und erneut einen Lockdown umsetzen müssen, steigen die Coronafallzahlen in Bielefeld am Dienstag nur leicht. Drei neue bestätigte Infektionen wurden gemeldet - gleichzeitig gelten auch drei bislang erkrankte Bielefelder als wieder genesen. Damit sind nach offiziellen Angaben aktuell 23 Menschen in unserer Stadt infiziert. In den vergangenen sieben Tagen wurden 20 neue Infektionen gezählt. Die zwischen Bund und Land beschlossene Infektionsobergrenze liegt bei 170. Von den 23 aktuell Infizierten stehen weiter neun in direktem Zusammenhang zum Tönnies-Skandal. In den Bielefelder Krankenhäusern werden jetzt vier Patienten mit Corona behandelt. Zwei davon auf der Intensivstation. Fünf Bielefleder sind bislang mit Corona verstorben. Im Zuge des Tönnies-Skandals steigt auch die Zahl der Bielefelder in Quarantäne am Dienstag deutlich auf 383.

Wie aussagekräftig die neusten gemeldeten Zahlen tatsächlich sind, wird erst in den kommenden Tagen ersichtlich. Viele der bei Bielefelder Tönniesarbeitern genommenen Tests sind wahrscheinlich noch nicht berücksichtigt. Die Stadt gibt an, dass die Labore derzeit überlastet seien.

Alle Meldungen zur Entwicklung der Coronakrise in Bielefeld und zum Tönnies-Skandal bekommt ihr hier.

Nach Gütersloh: Lockdown auch im gesamten Kreis Warendorf

NRW Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat am Nachmittag das Vorgehen zum Lockdown im Kreis Gütersloh erläutert und dabei auch bekannt gegeben, dass der Lockdown auch im gesamten Kreis Warendorf gilt. Auch dort ist im Zuge des Tönnies-Skandals die Infektionsobergrenze überschritten worden. In beiden Kreisen gelten jetzt für die kommenden sieben Tage wieder die Kontaktbeschränkungen. So dürfen sich außerhalb der Kernfamilie und Mitgliedern des eigenen Haushalts, nur noch zwei Personen in der Öffentlichkeit treffen. Schwimmbäder, Fitnessstudios und andere Freizeiteinrichtungen müssen schließen, genauso Bars und Thekenbetriebe. Auch die Schulen und Kitas im Kreis Warendorf werden ab Donnerstag geschlossen.

Laumann kündigte außerdem viele Tests auf Coronainfektionen in der Bevölkerung an, auch wenn bislang keine Symptome aufgetreten sind. So werden neben den freiwilligen kostenlosen Testangeboten insbesondere Bewohner und Beschäftigte in Senioren- und Pflegeheimen getestet. Aber auch Beschäftigte in Supermärkten und in den Krankenhäusern. Dabei geht es auch um die Beschäftigten in den Krankenhäusern der Region. Viele Angestellte in den Städtischen Kliniken Bielefeld etwa, würden im Kreis Gütersloh wohnen, so Laumann.

Alle Meldungen zur Entwicklung der Coronakrise in Bielefeld und zu den Auswirkungen des Tönnies-Skandals bekommt ihr hier.

Land NRW verfügt Lockdown im Kreis Gütersloh

Der Schlachtbetrieb von Tönnies ist geschlossen, rund 7.000 Menschen wurden bislang im Zuge des Skandals unter Quarantäne gestellt. Mehr als 1.553 Menschen sind infiziert. Die Landesregierung hat Aufgrund dieser Entwicklung am Dienstagmorgen beschlossen erstmals in Deutschland einen lokalen Lockdown anzuordnen. Das sagte NRW Ministerpräsident in einer Pressekonferenz. Der Lokale Lockdown gilt zunächst sieben Tage bis zum 30. Juni. Konkret gelten damit folgende Regeln im Kreisgebiet Gütersloh: Die Kontaktbeschränkungen auf zwei Personen aus einem Haushalt sind wieder in Kraft. Auch Veranstaltungen sind erneut untersagt. Sport in geschlossenen Räumen ist verboten. Schwimmbäder, Saunen und Wellnesseinrichtungen sind geschlossen. Bars und Thekenbetriebe sind ebenfalls zu, auch Reisebusfahrten sind untersagt.

Zusammen mit Vertretern des Kreises Gütersloh, Fachleuten des Robert Koch Instituts und weiteren Wissenschaftlern habe man laut Laschet zuvor Empfehlungen zum weiteren Vorgehen beraten. Mobile Teams, die in den Wohnungen und Unterkünften unterwegs sind, haben weitere positive Fälle unter den Haushaltsangehörigen der Tönniesarbeiter ausgemacht. Eine genaue Zahl dazu wurde bislang nicht genannt. Die Kernfrage sie nun, wie viele Menschen außerhalb der Firma Tönnies bereits angesteckt haben, so Laschet. Bislang sei das Infektionsgeschehen vor allem auf den Zerlegebetrieb konzentriert. Durch intensive Testungen soll nun Klarheit darüber geschaffen werden. Im Kreis Gütersloh haben jetzt alle Einwohner die Möglichkeit einen kostenlosen Coronatest auch ohne Symptome zu machen. Dafür wurde am Carl-Miele-Berufskolleg ein Diagnosezentrum eingerichtet. So sollen Hausärzte entlastet werden.

In Bielefeld sind bis zum Dienstagmorgen neun Coronafälle mit direktem Bezug zum Tönnies-Skandal gemeldet worden. Bis Montagnachmittag wurden vom Ordnungsamt 161 Adressen im Stadtgebiet besucht an denen Mitarbeiter von Tönnies und Tönnies-Subunternehmen gemeldet sind. Dabei wurden zusammen mit den Haushaltsangehörigen rund 350 Personen unter Quarantäne gestellt. An 14 Adressen wurde niemand angetroffen. Weitere 40 Adressen sollten erst am Montagabend an den Krisenstab der Stadt übermittelt werden. Auch hier soll das Ordnungsamt so schnell wie möglich vorstellig werden.

Alle Meldungen zur Entwicklung der Coronakrise in Bielefeld und zum Tönnies-Skandal bekommt ihr hier.

Und hier könnt ihr nochmal in unsere Berichte zum Lockdown im Kreis Gütersloh reinhören.


Wissenswertes zum Nachhören

In unserem Servicecheck haben wir das Thema Corona intensiv besprochen. Hier könnt ihr euch die Beiträge nochmal anhören.