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Andreas Grunwald
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Infos und News zum Coronavirus - Seite 89 von 124


Die aktuellen Corona Nachrichten aus Bielefeld

Quarantäne-Überwachung von 157 Tönnies-Mitarbeitern aus Bielefeld

Der Bielefelder Krisenstab hat am Samstagnachmittag mitgeteilt, dass 157 Personen in Bielefeld wohnen und bei Tönnies bzw. für Subunternehmen von Tönnies arbeiten. Die Adressen sind dem Gesundheitsamt übermittelt worden. Entsprechend der Allgemeinverfügung des Kreises Gütersloh sind diese Personen und deren Haushaltsangehörige in Quarantäne. Die Einhaltung der Quarantäne wird mit 36 Kräften des Ordnungsamtes und weiterer Unterstützung des Gesundheitsamtes überwacht. Dafür sollen noch am Samstag alle Betroffenen aufgesucht werden. Dabei wird den Angaben zufolge auf die angeordnete Quarantäne hingewiesen, aber auch gefragt, ob es gesundheitliche Beschwerden gibt, die Versorgung mit Lebensmitteln gesichert ist und wie viele Personen sich im Haushalt befinden und ob Kita- oder Schulkinder darunter sind. Größere Sammelunterkünfte gibt es den Angaben zufolge in Bielefeld nicht.

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Tönnies Skandal immer größer: Schon 1.029 Mitarbeiter positiv getestet.

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies sind mittlerweile 1.029 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Das teilte der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, am Samstag in Gütersloh mit. Insgesamt 3127 Befunde lägen mittlerweile vor. Ein erneuter Lockdown sei zunächst nicht nötig, so Adenauer weiter. Die Corona-Reihenuntersuchungen auf dem Gelände der Fleischfabrik werden unterdessen fortgesetzt. Seit Freitag unterstützen Bundeswehrsoldaten die Maßnahmen. Die Firma Tönnies selbst zeigt sich nach Auskunft von Thomas Kuhlbusch, dem Fachbreichsleiter Gesundheit des Kreises Gütersloh, wenig kooperativ. Wörtlich sagte er: "Das Vertrauen in Tönnies ist gleich Null." Tönnies habe beispielsweise die Adressen der Mitarbeiter nicht herausgegeben. Auf die Nachfrage ob es daran liege, dass es möglicherweise illegale Arbeiter im Tönnies Betrieb gäbe, sagte Kuhlbusch, dies müsse noch geprüft werden.

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Bielefelder Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Tönnies-Konzern

Nach dem massenhaften Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Das Verfahren richte sich zunächst gegen Unbekannt. Bisher lägen fünf Strafanzeigen vor, heißt es. Darunter ist auch die der Bielefelder Bundestagsabgeordneten Britta Haßelmann von den Grünen. Die Zahl der Tönnies-Mitarbeiter, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ist mittlerweile auf über 800 angestiegen.

Vier neue Coronafälle in Bielefeld gemeldet

Am Freitag wurden vier Neuinfektion mit dem Coronavirus von der Stadt Bielefeld gemeldet. Damit sind jetzt insgesamt 424 Bielefelder seit Beginn der Pandemie positiv auf das Virus getestet worden. 402 davon gelten als wieder genesen. Das ist einer mehr als am Vortag. Fünf Bielefelder sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Damit sind aktuell siebzehn Bielefelder an dem Virus erkrankt. Vier Coronapatienten werden in einem der Bielefelder Krankenhäusern behandelt, einer davon auf der Intensivstation. Die Zahl der Bielefelder in Quarantäne steigt um 25 auf 82 Personen an.

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Besucherstopp jetzt auch im Evangelischen Klinikum Bethel

Auch das Evangelische Klinikum Bethel hat jetzt in allen seinen Häusern einen Besucherstopp verhängt. Patientenbesuche sind damit im Krankenhaus in Bethel und im Johannisstift derzeit mit wenigen Ausnahmen nicht mehr möglich. Die Ausnahmen betreffen Kinder und Jugendliche sowie schwerkranke Patienten. Der Stopp gilt auch im Krankenhaus Mara. Hintergrund ist der Corona Ausbruch bei Tönnies. Schon gestern hatte das Klinikum Bielefeld seine drei Häuser (Mitte, Rosenhöhe und Halle) für Besucher geschlossen. Alle Bielefelder Krankenhäuser bereiten sich auf einen möglichen Anstieg der Zahlen bei uns in der Stadt vor. Bereits wieder anderweitig genutzte Stationen im Evangelischen Krankenhaus Bethel werden so vorbereitet, dass sie im Falle eines Falles schnell wieder zu Covid 19 Stationen umgebaut werden können, sagte uns Sprecherin Sandra Gruß. Vom Klinikum Bielefeld Mitte heißt es, man sei gerüstet, die Infrastruktur stehe.

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Britta Haßelmann stellt Strafanzeige gegen Tönnies

Die Bielefelder Bundestagsabgeordnete der Grünen Britta Haßelmann hat nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen den Tönnies Konzern gestellt. Haßelmann zeigte sich entsetzt über das Ausmaß der Coronainfektionen bei Tönnies und meinte, mit der Ausbeutung in der Branche müsse Schluss sein. Am Donnerstagabend gab die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen Bundestagsfraktion in den Sozialen Medien bekannt, dass sie "wegen des Tatbestands der Körperverletzung und aller weiteren in Betracht kommenden Delikte" Strafanzeige eingereicht habe. Haßelmann sieht die Nichteinhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen als Verursacher für die dramatische Entwicklung im Tönnies-Werk in Rheda Wiedenbrück.

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Weitere Auswirkungen des Corona-Skandals bei Tönnies in Bielefeld

Der Corona Ausbruch bei Tönnies hat jetzt auch Auswirkungen auf Menschen aus Bielefeld. Fünf Bewohner einer kleineren Sammelunterkunft in unserer Stadt sind positiv auf das Virus getestet. Dabei handelten es sich nach Auskunft von Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger um vier Tönnies Mitarbeiter, sowie die Ehefrau eines Mitarbeiters. Sie alle befinden sich nun in Quarantäne. Auch die Tochter eines Tönnies Arbeiters, die zwar nicht in Bielefeld wohnt, aber hier zum Westfalen Kolleg geht, ist ebenfalls positiv getestet worden. Ihre Schulkamerade können sich jetzt freiwillig testen lassen. Die Schülerin und ihre Klassenkameraden befinden sich ebenfalls in Quarantäne. Die Quanrantäne-Zahlen der Bielefelder Statistik dürften morgen stark steigen, da es auch bereits eine Abschlussveranstaltung am Westfalen Kolleg gab. Außerdem gibt es acht Kinder, die auf sechs verschiedene Bielefelder Grundschulen gehen und deren Eltern bei Tönnies arbeiten. Die Kinder befinden sich mit ihren Familien ebenfalls in Quarantäne, sind aber nicht positiv getestet. Ein Kind geht in eine Bielefelder Kita, auch das bleibt zu Hause.

Krisenstabschef Ingo Nürnberger bezeichnet die Lage in Bielefeld insgesamt weiter als ruhig, er geht nicht davon aus, dass die Zahl der positiven Coronafälle in unserer Stadt extrem ansteigen wird. Sollte das aber der Fall sein, stünden zahlreiche Mitarbeiter des Gesundheitsamts bereit. Corona sei nicht vorbei, das zeigten die Vorfälle bei Tönnies deutlich, so Nürnberger weiter. Das Einhalten der Coronamaßnahmen sei deshalb von großer Bedeutung.

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Ein neuer Coronafall gemeldet am 18.06.2020

Bislang hat der Corona-Skandal bei Tönnies keine größeren Auswirkungen auf die in Bielefeld gemeldeten Infektions- oder Quarantänezahlen. Am Donnerstag wurde mit Stand von 10 Uhr eine Neuinfektion von der Stadt Bielefeld gemeldet. Damit sind jetzt insgesamt 420 Bielefelder seit Beginn der Pandemie positiv auf das Virus getestet worden. 401 davon gelten als wieder genesen. Das ist einer mehr als am Vortag. Fünf Bielefelder sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Damit sind weiter aktuell vierzehn Bielefelder an dem Virus erkrankt. Insgesamt drei Coronapatient werden in einem der Bielefelder Krankenhäusern behandelt. Eine intensivmedizinische Behandlung und Beatmung ist nicht nötig. Auch dieZahl der Bielefelder in Quarantäne steigt lediglich um sechs auf 57 an. 

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Wegen Corona-Skandal bei Tönnies: Klinikum schließt für Besucher

Das Klinikum Bielefeld schließt nach dem Corona Ausbruch bei Tönnies ab sofort wieder seine drei Häuser für Besucher. Die schon bestehenden Ausnahmen gelten weiter, wie zum Beispiel für Besucher auf der Palliativstation. Im EvKB sind Besuche aktuell erlaubt, ebenso im Franzsikus Hospital. Die Bielefelder Krankenhäuser bereiten sich außerdem auf einen möglichen Anstieg der Zahlen bei uns in der Stadt vor. Bereits wieder anderweitig genutzte Stationen im Evangelischen Krankenhaus Bethel werden so vorbereitet, dass sie im Falle eines Falles schnell wieder zu Covid 19 Stationen umgebaut werden können, so Sprecherin Sandra Gruß. Wir sind gerüstet, die Infrastruktur steht bei uns, heißt es vom Klinikum Bielefeld Mitte. Dort wird seit gestern eine Patientin wegen Covid 19 behandelt, die aus der Familie eines Tönnies Mitarbeiters stammt. Da das Klinikum Bielefeld auch einen Standort in Halle hat, sei die Frau hier ins Krankenhaus gekommen. Sie kommt aber aus dem Kreis Gütersloh, ihre Familie lebt nicht in Bielefeld.

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Corona-Alarm bei Tönnies in Rheda - Kreis Gütersloh schließt Schulen & Kitas

Der Corona Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück nimmt immer größere Ausmaße an. 657 Fälle sind vom Krisenstab des Kreises Gütersloh bei Tönnies bestätigt.

Güterslohs Landrat Sven Georg Adenauer verfügte deshalb am Nachmittag die sofortige Schließung des Schlachtbetriebs. Die gesamte Produktion auf dem Tönnies Gelände am Standort Rheda Wiedenbrück muss unverzüglich zurückgefahren werden. Alle Infizierten und deren engsten Kontaktpersonen, sowie die noch nicht getesteten und auf dem Betriebsgelände tätigen Mitarbeiter werden unter Quarantäne gestellt. Gleichzeitig kündigte Adenauer an, dass die Schulen und Kitas im Kreis Gütersloh wieder geschlossen werden und auch vor den Sommerfeiren nicht mehr öffnen. Nur eine Notbetreuung findet statt.

Ein kompletter erneuter Lockdown soll vorerst verhindert werden. Ein Tönnies Sprecher entschuldigte sich auf einer gemeinsammen Pressekonferenz. Er sagte, dass die Arbeitsbedingungen in den Kühlbereichen des Betriebs die Virusverbreitung begünstigt haben könne. Auch die Lockerungen bei der Reisefreiheit könne dazu beigetragen haben. Die Mitarbeiter des Betriebs kommen vielfach aus osteuropäischen Ländern. Es habe zuletzt zahlreiche private Fahrten in die Heimat gegeben. Dabei könnte es zu Infektionen gekommen sein.  Die Arbeitsbedingungen und die Unterkünfte für die Mitarbeiter der Fleischindustrie stehen nicht erst seit der Coronakrise stark in der Kritik.

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Wissenswertes zum Nachhören

In unserem Servicecheck haben wir das Thema Corona intensiv besprochen. Hier könnt ihr euch die Beiträge nochmal anhören.