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Infos und News zum Coronavirus - Seite 92 von 105


Die aktuellen Corona Nachrichten aus Bielefeld

70 Polizeieinsätze wegen neuer Corona-Regeln

Insgesamt etwa 70 Mal musste die Polizei in der vergangenen Woche ausrücken, um Verstöße gegen die neuen Verordnungen wegen der Corona-Krise in der Stadt abzumahnen. Hauptsächlich ging es dabei Menschengruppen aufzulösen, entweder von Jugendlichen, Sportlern oder spielenden Kindern. Im Bielefelder Süden hatte zudem eine Eisdiele heimlich geöffnet. Die Mehrheit der Bielefelder halte sich an die an die neuen Regeln zum Schutz vor Neuinfizierungen, so die Polizei. Die Kontrollen werden weiter konsequent durchgeführt.

Corona-Krise wird sich auf den Arbeitsmarkt auswirken

Noch zeigt es sich in den Arbeitslosenzahlen nicht, aber die Corona-Krise wird sich auf den Bielefelder Arbeitsmarkt auswirken. Im März ging die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt zwar zurück, aktuelle Daten zeigten aber deutlich, dass die kommenden Zahlen steigen werden.

Laut dem Leiter der Arbeitsagentur, Thomas Richter, werde sich die Frühjahrsbelebung nicht entfalten, die aktuellen Einschränkung den Konjunkturmotor aber auch nicht abwürgen. Nachholeffekte seien im zweiten Halbjahr erwartbar.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Bielefeld im März leicht auf 7,5 Prozent gesunken. In Bielefeld und im Kreis Gütersloh haben bisher etwa 4.000 Betriebe wegen der Krise Kurzarbeit angemeldet.

Händewaschen wichtiger als Mundschutz

Die Diskussion läuft: Brauchen wir eine Mundschutzpflicht? In Jena beispielsweise muss demnächst in Bus und Bahnen oder im Supermarkt eine Schutzmaske verpflichtend getragen werden, auch Schals oder selbstgenähte Masken seien erlaubt.

Als potenziell mit dem Corona-Virus Infizierter könne man andere Menschen so nicht mehr ganz so leicht anstecken, heißt es. Dr. Johannes Kleideiter, Hygiene-Experte vom Klinikum Bielefeld, hält einen Mund-Nasenschutz bei Menschen, die Anzeichen eines Infektes zeigen, in Menschenansammlung für sinnvoll, sieht aber auch Nachteile.

Das Tragen des Mundschutzes könne auch ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln, mit dem die Menschen die Handhygiene vergessen. Das regelmäßige Händewaschen sei, laut dem Bielefelder Experten, wichtiger als der Mundschutz.

4.000 Unternehmen in Bielefeld und Gütersloh melden Kurzarbeit an

In Bielefeld und im Kreis Gütersloh haben bisher im März 4000 Betriebe wegen der Corona-Krise Kurzarbeit angemeldet. Das ergeben vorläufige Schätzungen der Arbeitsagentur. Das sind mehr als dreimal soviel wie im gesamten Finanzkrisenjahr 2009. Damals hatten in Bielefeld und im Kreis Gütersloh nur 1.305 Firmen Kurzarbeit angemeldet. Wieviele Mitarbeiter im Arbeitsamtsbezirk Bielefeld von Kurzarbeit betroffen sind, konnte die Bielefelder Arbeitsagentur nicht sagen. Bundesweit haben bisher 470.000 Unternehmen Kurzarbeit angezeigt.

Zahl der Corona-Infizierten unverändert

In Bielefeld hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Fälle heute nicht verändert. 164 Menschen sind in unserer Stadt weiterhin positiv getestet. 2382 Bielefelder sind derzeit in Quarantäne, 134 mehr als gestern. 123 Menschen konnten heute in Bielefeld die Quarantäne verlassen. In einem Altenheim in Paderborn sind unterdessen zwei von 13 infizierten Bewohnern am Coronavirus gestorben. Die beiden Männer waren 85 Jahre alt und litten an Vorerkrankungen. Damit sind Stand jetzt sieben ältere Menschen in OWL an dem Virus gestorben. 

Johanniter bieten Einkaufshilfe an

Die Johanniter-Unfall-Hilfe bietet in Bielefeld einen Einkaufsservice an. Telefonisch wird vereinbart, wann der Einkaufszettel abgeholt und die Einkäufe abgeliefert werden, um eine Ansteckung mit dem Corona-Virus zu verhindern. Die Service-Nummer der Johanniter ist montags bis freitags von 9 Uhr bis 15 Uhr zu erreichen und lautet 0521 - 299 099 41.

Labor testet Corona-Antikörper

Ein Bielefelder Labor bietet jetzt Corona-Antikörpertest an. Mit den neuen Tests lasse sich feststellen, ob der Untersuchte bereits eine Corona-Infektion durchlaufen hat und damit zumindest für eine gewisse Zeit immun gegen das Virus ist, so die NW. Wichtige Zielpersonen des Tests sind Menschen, die im Bereich der Medizin oder Pflege arbeiten, sowie bei der Polizei, Feuerwehr oder dem Militär beschäftigt sind. Das Testergebnis des Bielefelder Labors Diamedis gibt es bereits am nächsten Tag.

Millionen Masken möglich

Der Bielefelder Automobilzulieferer Dr. Freist Automotive hat umgerüstet und produziert jetzt Atemschutzmasken. Normalerweise stellt das Unternehmen Dämmmaterial her. So sei es möglich bis zu vier Millionen Masken wöchentlich zu fertigen. Die Produktion werde gerade hochgefahren und die erste Million an Schutzmasken sei verkauft. Empfänger seien unter anderem das Evangelische Klinikum Bethel, das städtische Klinikum und die Stadt Bielefeld, die Feuerwehr und Rettungsdienste damit ausstatten will. Wegen der Viruskrise ruht die deutsche Autoproduktion gerade, Atemschutzmasken dagegen sind Mangelware.

IHK: Mehr Förderberechtigte für Soforthilfeprogramm

Bei der Industrie- und Handelskammer sind am Freitag und Samstag über 1300 Anfragen zum Soforthilfeprogramm für Solo-Selbständige und Kleinunternehmer eingegangen. Seit dem Start des Programms werden die Förderkriterien fortlaufend und großzügig nachjustiert. Die Soforthilfe-Hotline der IHK ist werktags in Bielefeld unter der Bielefelder Nummer 554-450 zu erreichen. Von Montag bis Donnerstag von 8 Uhr 30 bis 17 Uhr und freitags von 8 Uhr 30 bis 15 Uhr. Die IHK empfiehlt, auf dieser Website des NRW-Wirtschaftsministeriums die dort fortlaufenden Anpassungen der Förderkriterien im Auge zu behalten und erneut zu prüfen.

Stadtwerke verzichten wegen Corona auf Anschluss-Sperrungen

Wegen der Corona-Pandemie haben die Stadtwerke Bielefeld entschieden, aktuell keine neuen Sperrungen von Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmeanschlüsse zu veranlassen. Auch die seit dem 1. März veranlassten Sperrungen würden deswegen zunächst aufgehoben. Alle Forderungen der Stadtwerke bleiben aber bestehen und sind auch weiterhin zu zahlen, sagte Geschäftsführer Rainer Müller. Zuletzt hätten sich bei den Stadtwerken viele Kunden gemeldet, die besorgt seien, ihre Abschläge und Rechnungen nicht mehr zahlen zu können, sagte Müller weiter. Man wolle nicht, dass es in dieser schwierigen Zeit Menschen gibt, die ohne Strom, Wärme und Wasser auskommen müssen, sagte Stadtwerke Geschäftsführer Martin Uekmann.


Wissenswertes zum Nachhören

In unserem Servicecheck haben wir das Thema Corona intensiv besprochen. Hier könnt ihr euch die Beiträge nochmal anhören.