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Radio Bielefeld Nachrichten

Bielefelder Mufflons landen vor Bundesverwaltungsgericht

Die Stadt Bielefeld wird weiter gegen den Abschuss der Mufflon Herde vorgehen. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat jetzt die Begründung zum Muffelwild Urteil übersandt. Es hatte entschieden, den Abschuss der Wildschafe zu erlauben und eine Revision gegen dieses Urteil nicht zugelassen. Oberbürgermeister Pit Clausen hatte sich schon mehrfach öffentlich gegen den Abschuss ausgesprochen und bleibt bei seiner Position. Der Tierschutz stehe als Staatsziel im Grundgesetz, um den Umgang mit Tieren in ethisch verträglich, tierschutzgerechte Bahnen zu lenken, so Clausen. Diesem Auftrag wolle man auch bei der kleinen Mufflon-Herde gerecht werden und werde deshalb die nächsthöhere Instanz einschalten. Somit wird sich das Bundesverwaltungsgericht mit den Tieren beschäftigen müssen. Der Rechtsstreit um die Mufflon Herde läuft seit Jahren. Die Klasingsche Stiftung behauptet, die Tiere würden in ihren Wäldern jährlich Schäden in Höhe von 5.000€ anrichten und will die Tiere deshalb loswerden. Tierschützer hatten sich vehement gegen den drohenden Abschuss eingesetzt. Angesiedelt wurden die Tiere in den 60er Jahren. Eine heimische Tierart sind sie nicht. Zu Spitzenzeiten zählte die Herde rund um den Fernsehturm im Teutoburger Wald 30 Tiere, heute sind es etwa ein Dutzend.

Weitere Infos zu den Bielefelder Mufflons