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Philipp Finkelmeier
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Polizeiberichte

Anmerkung: Für die nachstehenden Meldungen trägt Radio Bielefeld keine redaktionelle Verantwortung. Diese Nachrichten werden von der Polizei Bielefeld zur Verfügung gestellt.

POL-BI: Achte gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Detmold und der Polizei Bielefeld zu den Funden von Datenträgern bei Abrissarbeiten auf dem Campingplatz in Lügde

Bielefeld (ots) - SR/ Bielefeld / Lippe/ Lügde - Am 11. und
12.04.2019 wurden auf dem Campingplatz in Lügde bei den
Abrissarbeiten auf der Parzelle des Hauptbeschuldigten insgesamt zwei
CDs und zwei Disketten aufgefunden.

Es erfolgt eine Auswertung der aufgefundenen Datenträger. Aufgrund
von Beschädigungen lässt sich aktuell lediglich eine CD teilweise
auslesen. Nach bisherigem Kenntnisstand handelt es sich bei den
Inhalten auf der CD nicht um relevante Daten, die auf weitere Opfer
oder andauernden Missbrauch schließen lassen. Im Übrigen ist nach
Einschätzung von Staatsanwaltschaft die Relevanz von Datenträgern für
die Beweisführung hinsichtlich der Missbrauchstaten geringer
anzusehen, als in der öffentlichen Berichterstattung vermittelt.

Die Polizei geht aufgrund der umfangreichen Tatortarbeit der
Ermittlungskommission "Eichwald", der Angaben des Abrissunternehmers
nach den Funden und der Abläufe bei den Abrissarbeiten davon aus,
dass sich die Datenträger in einem Zwischenraum des doppelten, fest
verbauten Holzbodens im Wohnwagen des Beschuldigten befunden haben.

Die jetzt aufgefundenen Datenträger wurden entdeckt, nachdem die
Behausungen vom Abrissunternehmer erneut vollständig leer geräumt und
die Decken und Wände eingerissen wurden. Nur durch die im Zuge der
Abrissarbeiten frei gelegten Hohlräume war die Auffindung der
Datenträger möglich.

Die Ermittlungskommission hatte vor der zwischen
Staatsanwaltschaft und Polizei abgestimmten Freigabe der Tatorte am
27.03.2019 eine intensive, sehr kleinteilige Untersuchung der Tatorte
betrieben. Die Tatortarbeit im Bereich der Parzellen der beiden
Beschuldigen wurde nach höchsten Standards - analog zur Tatortarbeit
bei Mord und Totschlag - durchgeführt. Dazu wurden unter anderem die
Behausungen der Beschuldigten von der Polizei vollständig leer
geräumt. Die Gegenstände aus den Behausungen wurden zwischengelagert
und akribisch durchsucht.

Zur Auffindung von Gegenständen in Verstecken wurde zudem ein
Datenträgerspürhund eingesetzt und es wurden 3-D-Laser-Scans von den
Tatorten angefertigt. Hohlräume, die zugänglich und somit als
Versteck geeignet gewesen wären, wurden dabei nicht gefunden. Es gab
danach keine Anhaltspunkte dafür, dass sich auf dem Gelände noch
relevantes Beweismaterial befand.

Eine Zerstörung der Behausung war von dem richterlichen
Durchsuchungsbeschluss nicht gedeckt und somit für Polizei und
Staatsanwaltschaft aus rechtlichen Gründen nicht zulässig.

Für Staatsanwaltschaft und Polizei bestand zum
entscheidungserheblichen Zeitpunkt keine Veranlassung, Beamte
tagelang für eine Beobachtung der Abrissarbeiten abzustellen oder
selbst auf Kosten der Steuerzahler einen Abriss vorzunehmen. Nachdem
der Abrissunternehmer einen Fund bei der Polizei gemeldet hatte,
stand die Polizei mit diesem während der weiteren Abrissarbeiten in
engem Kontakt. Es waren dazu zeitweise auch Ermittler auf dem
Campingplatz vor Ort.

Aus den vorgenannten Gründen erfolgt auch keine erneute
Durchsuchung des Abrissschutts der Behausungen der Beschuldigten.




Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Bielefeld
Leitungsstab/ Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kurt-Schumacher-Straße 46
33615 Bielefeld

Sonja Rehmert (SR), Tel. 0521/545-3232
Sarah Siedschlag (SI), Tel. 0521/545-3021
Michael Kötter (MK), Tel. 0521/545-3022
Hella Christoph (HC), Tel. 0521/545-3023
Caroline Bultmann (CB), Tel. 0521/545-3195
Stefan Tiemann (ST), Tel. 0521/545-3222

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