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Radio Bielefeld Nachrichten

Kurioses Spiel in Stuttgart: VfB gelingt Saisonauftakt

Erst Hitze, dann Regen, zwei Platzverweise und ein Eigentor: Der Auftakt in die 2. Fußball-Bundesliga verlief unterhaltsam.

2. Liga

Stuttgart (dpa) - Hannover-Trainer Mirko Slomka bezeichnete den 2:1-Sieg des VfB Stuttgart am Ende als «verdient». Der Gäste-Coach haderte aber auch mit einem aus seiner Sicht unglücklichen Spielverlauf und damit, eine gute Anfangsphase nicht in eine Führung umgemünzt zu haben.

Der VfB war nach dem geglückten Auftakt in die Saison der 2. Fußball-Bundesliga am Freitagabend glücklich und zufrieden. «Rein sportlich gesehen war das ein sehr wichtiger Erfolg», bilanzierte der neue VfB-Trainer Tim Walter.

Drei Aspekte des unterhaltsamen Eröffnungsspiels der 2. Liga:

SPASS: Das Wort «Spaß» fiel beim siegreichen VfB Stuttgart häufig. Nicht nur bei Walter, dem ehemaligen Coach von Holstein Kiel. Der 43-Jährige und seine laufintensive und mutige Spielweise kommen bei den Schwaben nach der desolaten Vorsaison mit gleich zwei Trainer-Wechseln offenbar bislang gut an. «Es macht insgesamt der Mannschaft unheimlich Spaß, so zu spielen», sagte Verteidiger Marc Oliver Kempf, der zum neuen Kapitän bestimmt wurde.

UNGLÜCKSRABE: Unverhofft früh kam Maxime Awoudja zu seinem Debüt für den VfB und erlebte dann eine Pflichtspiel-Premiere zum Vergessen. Weil Innenverteidiger-Kollege Marcin Kaminski verletzungsbedingt raus musste, wurde der 21-Jährige noch vor der Halbzeit eingewechselt. Sogleich erzielte der Neuzugang von der U23 des FC Bayern München ein kurioses Eigentor und musste zum Schluss mit Gelb-Rot vom Platz. «Er war ein bisschen der tragische Held. Solche Geschichten schreibt nur der Fußball», sagte Walter und meinte, aus seiner Sicht sei der Platzverweis nicht gerechtfertigt gewesen.

PFIFFE: Der frühere Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler wurde bei seiner Rückkehr von Zuschauern mit Pfiffen empfangen. Nach dem Abstieg war der Torwart vom VfB zurück zu den Niedersachsen gewechselt. «Damit muss man ja heute schon rechnen. Das war für mich kein Problem», meinte der 30-Jährige. Der direkt verwandelte Freistoß seines früheren Teamkollegen Daniel Didavi zum 2:0 für den VfB war allerdings haltbar. «Ich denke, dass er weiß, dass er den an einem guten Tag halten kann», sagte Slomka.