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Radio Bielefeld Nachrichten

Wellbrock meldet sich bei Schwimm-WM zurück

Am vorletzten Tag der Schwimm-WM zeigt sich Florian Wellbrock von seiner Enttäuschung einige Tage zuvor gut erholt.

Titelkämpfe in Gwangju

Gwangju (dpa) - Medaillenkandidat Florian Wellbrock hat sich vier Tage nach seinem überraschenden Vorlauf-Aus bei der Schwimm-WM stark zurückgemeldet. Der 21-Jährige qualifizierte sich über 1500 Meter Freistil als Zweiter der Vorläufe souverän für das Finale am Sonntag (ab 13.00 Uhr/MESZ).

Wellbrock schlug im südkoreanischen Gwangju nach 14:47,52 Minuten an und musste sich damit nur dem italienischen Olympiasieger Gregorio Paltrinieri geschlagen geben, der eine Zeit von 14:45,80 Minuten schwamm. Vier Tage nach seinem enttäuschenden Vorlauf-Aus als 17. über 800 Meter zeigte sich der Freiwasser-Weltmeister sehr gut erholt.

«Als Zweiter drin, erstmal alles super», sagte Wellbrock. Die Erleichterung über das Comeback nach seinem völlig misslungenen Rennen über 800 Meter, als Wellbrock auf Rang 17. ausgeschieden war, war dem Magdeburger deutlich anzumerken. «Dafür, dass ich bei den 800 Metern so ein bisschen gepatzt habe, war es für den Kopf jetzt schon wichtig, vorne ins Finale zu kommen und da nicht auf einer Außenbahn schwimmen zu müssen», sagte er.

Wellbrock scheint seine Lockerheit wiedergefunden zu haben. «Ich konnte das cool über die Bühne bringen hinten raus», sagte er. Der deutsche Teamchef Bernd Berkhahn meinte, Wellbrock habe es «sehr, sehr souverän» gemacht. «Die Erleichterung ist schon groß». Der zweite deutsche Starter Ruwen Straub schied als 17. aus.

Zuvor hatte die erst 17 Jahre alte Anna Elendt bei ihrer ersten Weltmeisterschaft in persönlicher Bestzeit von 31,24 Sekunden das Halbfinale über 50 Meter Brust am Nachmittag (ab 13.00/MESZ) erreicht. Sie belegte im Vorlauf Rang 15. «Mir fehlen die Worte», sagte Elendt nach ihrem gelungenen Rennen. «Ich habe nicht damit gerechnet, bei meiner ersten WM ins Halbfinale zu kommen.»

Die deutsche 4 x 100 Meter Freistil Mixed-Staffel verpasste das Finale nur um acht Hundertstelsekunden. Josha Salchow, Christoph Fildebrandt, Isabel Gose und Julia Mrozinski schwammen in dem nicht-olympischen Wettbewerb in 3:27,37 Minuten auf Rang neun.

Überschattet wurde der vorletzte Wettkampftag von einem Unglück in einem Nachtclub in der Nähe des Athletendorfes. Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge, die sich auf Behörden der Stadt beruft, seien beim Einsturz einer Etage des Gebäudes in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) zwei Menschen ums Leben gekommen und mindestens zehn verletzt worden. Unter den Verletzten waren auch Sportler der Weltmeisterschaft - hauptsächlich Wasserballerspieler. Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft waren nach Angaben des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nicht am Unglücksort.