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Oliver Behrendt
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Ernährung

Ernährung: Was soll rein in die Frühstücksbox?

Gefüllt Brotdose

Die Frühstücksbox der Kids

Ob Kitakind oder Schulkind, für die meisten Eltern unter euch stellt sich täglich die Frage, was packe ich rein, in die Frühstücksbox der Kids.  Denn im besten Fall sollen die Kinder den Inhalt der Box ja auch essen. Das kann eine echte Herausforderung sein.

Nahrungsergänzungsmittel, Brain Food oder Super Food

Na, welche Pillen, Shots oder Pulver habt ihr heute schon zu euch genommen? Nahrungsergänzungsmittel, Brain Food oder Super Food liegen ja total im Trend. Aber wie ist das eigentlich bei unseren Kindern? Brauchen die was „Extra“ in ihrer Ernährung? Die Kollegin Franziska Schütz hat bei Ernährungsberaterin Nora Karrasch nachgefragt:


Ohne Hungertief durch den Schulalltag – das gehört in die Frühstücksbox

Die gemeinsame Frühstückspause in der Schule ist mittlerweile üblich. Sie hilft Kindern nicht nur, konzentriert den Tag zu verbringen. Während des Essens können sie auch mit den Sitznachbarn plaudern und verbringen einen entspannten Moment miteinander, bevor sie wieder dem Unterricht folgen.

Für manche Kinder ist es die erste Mahlzeit am Tag. Nicht alle können oder wollen früh morgens schon zu Hause essen. Um so wichtiger, dass sie etwas in der Frühstücksbox haben, was sie fit und gesund hält. Doch was soll es am besten sein? Und was gehört nicht zu einem guten Frühstück in der Schule?

Klar ist, viel Zeit und Muße können Eltern meist nicht investieren, um die Dose täglich zu füllen. Vor allem nicht, wenn sie selbst früh zur Arbeit müssen, mehrere Kinder zu versorgen haben und auch die eigenen Pausensnacks nicht vernachlässigen wollen. Ein paar Grundideen helfen bei der Umsetzung.

Was gehört in die Frühstücksbox?

Ein ausgewogenes (zweites) Frühstück in der Schule besteht aus vier Bestandteilen:

  • Eine Portion Getreide
    Z. B. eine Scheibe Brot, etwa so groß wie die Handfläche des Kindes, ein kleines Brötchen oder ein kleines ungesüßtes Müsli. Auch Knäckebrot mögen Kinder gerne. Vollkorn ist besonders toll, denn das enthält wertvolle Ballaststoffe, die lange satt halten und wichtig für die Verdauung sind.
  • Eine Scheibe Käse oder Frischkäse, oder für das Müsli Milch oder Joghurt
    Natürlich darf auch mal Wurst aufs Brot, aber meist bekommen die Kinder eine Portion Fleisch am Tag schon beim Mittag- oder Abendessen. Und Milchprodukte bieten Eiweiß und Mineralstoffe wie Kalzium. Dazu kann ein bisschen Butter oder Margarine aufs Brot.
  • Ein Portion Obst und/oder Gemüse
    So viel, wie in die beiden geöffneten Hände des Kindes passt, reicht aus. Hier gilt: je bunter desto besser, dabei aber die Vorlieben des Kindes berücksichtigen.
  • Wasser als Getränk
    Ungesüßter Tee oder eine ganz leichte Schorle sind auch völlig okay.

Zusätzlich bieten ungesalzene Nüsse eine willkommene Abwechslung und können einfach mit in die Box gegeben werden. Sie enthalten z. B. wertvolle pflanzliche Fette.

Mit dieser Mischung, die ganz nach dem individuellen Geschmack des Kindes ausgerichtet sein kann, bekommt jedes Kind die Nährstoffe, die es für seine körperliche und geistige Entwicklung braucht: unterschiedliche Kohlenhydrate, ausreichend Eiweiß und Fette, Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Wasser. So kommt kein Hunger auf und das Lernen fällt viel leichter.

Wie groß eine Portion für Kinder (und auch Erwachsene) ist, erklärt sich ganz einfach mit Hilfe der Ernährungspyramide des Bundeszentrums für Ernährung. Mehr dazu hier: www.bzfe.de/ernaehrung/die-ernaehrungspyramide/die-ernaehrungspyramide-eine-fuer-alle

Und was sollte gar keinen Platz in der Box finden?

Süßigkeiten sind beim Frühstück in der Schule tabu. Denn eine Portion am Tag ist zwar völlig in Ordnung, aber es summiert sich schnell, wenn der Tag schon mit einem süßen Frühstück beginnt. Zu viel Zucker in der Kindheit steigert das lebenslange Risiko für Übergewicht und Erkrankungen. Nur wenn Kinder in der Schule keine Süßigkeiten bekommen, kann jede Familie für sich selbst entscheiden, wie viel Zucker in Form von Kuchen, Limo oder sonstigen Süßigkeiten sie anbieten möchte. Die Schule kann mit Frühstücksregeln und dem Verzicht auf süße Nachtische die Eltern an dieser Stelle stark unterstützen!

Überflüssige Süßigkeiten sind z. B. Müsliriegel, Fruchtjoghurt mit Zuckerzusatz, süße Brötchen und anderes Gebäck, Schoko- und Milchriegel, Puddings und mehr.

Brauchen Kinder Nahrungsergänzungsmittel?

Definitiv nein. Und wenn, dann nur, wenn der Kinderarzt/die Kinderärztin einen Mangel festgestellt hat und etwas verschreibt. Zusätzliche Tabletten, Säfte oder Vitamine in Süßigkeiten sind überflüssig, teuer und häufig zu hoch dosiert.

Mehr zu Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder auf der Seite der Verbraucherzentralen: www.verbraucherzentrale.de/aktuelle-meldungen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel-fuer-kinder-sind-meist-zu-hoch-dosiert-25949

Tipps für eine ausgewogene Ernährung für Kinder

Sie möchten, dass Ihr Kind versteht, was gesundheitsförderliches Essen ist und was nicht? Dann fangen Sie bei sich selber an. Kommen Sie auf Ihre drei Portionen Gemüse am Tag? Schaffen Sie es, nicht jeden Tag Fleisch oder Wurst zu essen? Mögen Sie Vollkornbrot? Wenn Sie Ihre Ernährungsweise überprüfen wollen, dann hilft auch Ihnen die Ernährungspyramide des Bundeszentrums für Ernährung weiter: www.bzfe.de/ernaehrung/die-ernaehrungspyramide/die-ernaehrungspyramide-eine-fuer-alle

Leckere Rezepte, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auf ihren Gesundheitswert überprüft hat, finden Sie hier: www.inform-rezepte.de/rezepte

Ansonsten gilt: weniger reden und mehr zeigen. Fragen Sie Ihre Kinder, was sie nächste Woche gerne essen möchten. Nehmen Sie sie auch mal mit zum Einkaufen und zeigen Sie ihnen, wo es welche Lebensmittel zu kaufen gibt. Haben Sie einen Garten, einen Balkon oder ein Fensterbrett? Dann können Sie dort Gemüse, Obst oder Kräuter anbauen. So regen Sie die Neugierde Ihrer Kinder an und geben ihnen die Chance, sich mal auf eine neue Weise mit Lebensmitteln zu beschäftigen. Und einem schön angerichteten Gemüse- und Obstteller kann kaum ein Kind widerstehen.

Extra Tipp: Das Thema Nachhaltigkeit finden Kinder meistens total spannend und es kommt besser an, als die Gesundheit. Wo kommen unsere Lebensmittel her? Was bedeutet Bio? Was hat saisonales Obst oder Gemüse mit dem Klima zu tun? Gehen Sie zusammen auf Entdeckungsreise, z. B. hier: www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum

Ernährungspyramide
© Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Und was sollte gar keinen Platz in der Box finden?

Süßigkeiten sind beim Frühstück in der Schule tabu. Denn eine Portion am Tag ist zwar völlig in Ordnung, aber es summiert sich schnell, wenn der Tag schon mit einem süßen Frühstück beginnt. Zu viel Zucker in der Kindheit steigert das lebenslange Risiko für Übergewicht und Erkrankungen. Nur wenn Kinder in der Schule keine Süßigkeiten bekommen, kann jede Familie für sich selbst entscheiden, wie viel Zucker in Form von Kuchen, Limo oder sonstigen Süßigkeiten sie anbieten möchte. Die Schule kann mit Frühstücksregeln und dem Verzicht auf süße Nachtische die Eltern an dieser Stelle stark unterstützen!

Überflüssige Süßigkeiten sind z. B. Müsliriegel, Fruchtjoghurt mit Zuckerzusatz, süße Brötchen und anderes Gebäck, Schoko- und Milchriegel, Puddings und mehr.

Brauchen Kinder Nahrungsergänzungsmittel?

Definitiv nein. Und wenn, dann nur, wenn der Kinderarzt/die Kinderärztin einen Mangel festgestellt hat und etwas verschreibt. Zusätzliche Tabletten, Säfte oder Vitamine in Süßigkeiten sind überflüssig, teuer und häufig zu hoch dosiert.

Mehr zu Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder auf der Seite der Verbraucherzentralen: www.verbraucherzentrale.de/aktuelle-meldungen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel-fuer-kinder-sind-meist-zu-hoch-dosiert-25949

Tipps für eine ausgewogene Ernährung für Kinder

Sie möchten, dass Ihr Kind versteht, was gesundheitsförderliches Essen ist und was nicht? Dann fangen Sie bei sich selber an. Kommen Sie auf Ihre drei Portionen Gemüse am Tag? Schaffen Sie es, nicht jeden Tag Fleisch oder Wurst zu essen? Mögen Sie Vollkornbrot? Wenn Sie Ihre Ernährungsweise überprüfen wollen, dann hilft auch Ihnen die Ernährungspyramide des Bundeszentrums für Ernährung weiter: www.bzfe.de/ernaehrung/die-ernaehrungspyramide/die-ernaehrungspyramide-eine-fuer-alle

Leckere Rezepte, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auf ihren Gesundheitswert überprüft hat, finden Sie hier: www.inform-rezepte.de/rezepte

Ansonsten gilt: weniger reden und mehr zeigen. Fragen Sie Ihre Kinder, was sie nächste Woche gerne essen möchten. Nehmen Sie sie auch mal mit zum Einkaufen und zeigen Sie ihnen, wo es welche Lebensmittel zu kaufen gibt. Haben Sie einen Garten, einen Balkon oder ein Fensterbrett? Dann können Sie dort Gemüse, Obst oder Kräuter anbauen. So regen Sie die Neugierde Ihrer Kinder an und geben ihnen die Chance, sich mal auf eine neue Weise mit Lebensmitteln zu beschäftigen. Und einem schön angerichteten Gemüse- und Obstteller kann kaum ein Kind widerstehen.

Extra Tipp: Das Thema Nachhaltigkeit finden Kinder meistens total spannend und es kommt besser an, als die Gesundheit. Wo kommen unsere Lebensmittel her? Was bedeutet Bio? Was hat saisonales Obst oder Gemüse mit dem Klima zu tun? Gehen Sie zusammen auf Entdeckungsreise, z. B. hier: www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum

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